Wildtiere in Not- was tun?

Wildtiere in Not Artenschutzzentrum Leiferde NABU Kreisgruppe Goslar e.V. Susen Schiedewitz
Diese verletzte Waldschnepfe wurde nach einer schmerzhaften Kollision mit einem Bürofenster in Goslar im NABU- Artenschutzzentrum gesund gepflegt und erfolgreich wieder ausgewildert (Foto: NABU/ S. Schiedewitz)

Immer wieder erreichen uns Anrufe von Leuten aus Goslar und Umgebung, die ein verletztes Wildtier gefunden haben und nicht wissen, was sie damit tun sollen. Oft wurden sie zuvor bereits beim Tierarzt mit einem Verweis auf den NABU abgewiesen.

Was viele nicht wissen: nach der Berufsordnung der Tierärztekammer Niedersachsen von 2013 sind

 ALLE Tierärzte zur Erstversorgung von Tieren bei Notfällen verpflichtet (§12 Absatz 12), wobei der Gesetzgeber NICHT zwischen Haus- und Wildtieren unterscheidet!  

Wir von NABU Goslar können keine tierärztliche Versorgung vornehmen. Unsere Aufgabe besteht vielmehr darin, bei der Vermittlung von Kontakten behilflich sein, damit Wildtiere in Not in qualifizierte Hände übergeben werden können.


Tierärzte

Nachfolgende Tierärzte im Landkreis Goslar (und darüber hinaus) haben sich uns gegenüber bereit erklärt, bei Bedarf  Wildtiere zu behandeln und sind mit dem Verweis auf ihre Praxis an dieser Stelle einverstanden. 

Bitte informieren Sie sich vorher über die Kosten, welche die notwendige Behandlung nach sich ziehen wird. Nicht alle Tierärzte versorgen Wildtiere kostenfrei. Prinzipiell hat derjenige für die Kosten aufzukommen, der das Tier aufgenommen und zum Tierarzt gebracht hat! 


Rotmilan                                                               Foto: NABU/ S. Schiedewitz
Rotmilan Foto: NABU/ S. Schiedewitz

 Dr. med. vet. Uwe Beyerbach

(Wildvögel, Schwerpunkt Greifvögel)

 

Steinweg 11

38723 Seesen

 

Tel. 05381/ 47214


junger Feldhase  Foto: NABU/ S. Schiedewitz
junger Feldhase Foto: NABU/ S. Schiedewitz

Tierarztpraxis Dres. LINDE

Dr. med. vet. Martin Linde & Kollegen

(Wildtiere allgemein, außer Nestlinge/ Jungvögel!)

 

Rosenstraße 35

38685 Langelsheim

 

Tel.: 05326/ 98 900 44

Notfallnummer: 0176/ 72 21 4006

 

Internet: www.tierarztpraxis-linde.de 


Tiergesundheitszentrum Hungerbühler

Dr. med.vet. Nicole Hungerbühler

 

Gerichtsweg 3

38229 Salzgitter

 

Tel.: 05341 / 16262

 

info@tiergesundheitszentrum-hungerbuehler.de

www.tiergesundheitszentrum-hungerbüler.de


Hier bekommen Sie ebenfalls Hilfe, wenn Sie ein verletztes Wildtier aufgenommen haben:

Generell ist das NABU Artenschutzzentrum in Leiferde auf die artgerechte Versorgung verletzter Wildtiere spezialisiert.

 

Die Abgabe und Behandlung der Tiere ist dort kostenlos, ebenso die Anrufe zwischen 8.30- 11.30 Uhr unter der Tel.-Nr. 05373/ 6677

 

Außerhalb dieser Sprechzeiten erreichen Sie die 24h- Notfallhotline des Artenschutzzentrums unter der

Tel.-Nr. 0900/ 11667711 (kostenpflichtig).


Tauben, Singvögel & Nestlinge

 

Mina Renn aus Meine verfügt über hinreichende Erfahrungen mit der Aufzucht von Nestlingen und der Pflege verletzter Tauben. Darüber hinaus hat Sie die oft notwendigen Kontakte zum Artenschutzzentrum sowie Tierärzten im Raum Wolfenbüttel, welche kranke Wildtiere kostenfrei behandeln. 

 

Tel.: 01577/ 5994500

 

 


Foto: Blaumeisen / NABU Rita Priemer
Foto: Blaumeisen / NABU Rita Priemer

Tauben, Singvögel & Nestlinge

 

Paul Kunze ist einer der ältesten und erfahrensten Vogelkundler der Region und hat schon unzählige Vögel großgezogen und beringt. Er gilt als Meister des Nistkastenbaus.

 

Tel.: 05324 / 2571


Foto: NABU / Wanderfalken Stefanie Krüssmann
Foto: NABU / Wanderfalken Stefanie Krüssmann

 

Uli Ahrens ist ausgewiesener, jahrelanger Greifvogelexperte des NABU.

 

Tel.: 0172 / 5404949


Foto: NABU Foto Club/ Bärbel Rock
Foto: NABU Foto Club/ Bärbel Rock

Igel 

Speziell auf die Versorgung verletzter oder unterernährter Igel ist das Igelhaus in Laatzen (Igelzentrum Niedersachsen) ausgerichtet. 

 

Das Igelhaus hat in den Monaten 

September- Dezember und von April bis Juni geöffnet.

Sie erhalten dort fachkundige Hilfe unter der Tel. Nr. 0511/ 233161

 

Da das Igelhaus ehrenamtlich geführt wird, ist diese Nummer nicht dauerhaft besetzt. Bitte haben Sie in dem Fall Verständnis und probieren es zu einen späteren Zeitpunkt erneut. 


Braunes Langohr  Foto: NABU/ S. Schiedewitz
Braunes Langohr Foto: NABU/ S. Schiedewitz

Fledermäuse

Sollten Sie eine verletzte Fledermaus finden, können Sie die Fledermaus- Regionalbetreuer des Landkreises Goslar kontaktieren: 

 

1. Dr. Friedhart Knolle unter der Tel.- Nr. 05321/ 20281

 

2. Siegfried Wielert unter der Tel.- Nr. 05321/ 18789 oder 0170/ 5803179

                                    

 

 

Bitte achten Sie immer darauf, Handschuhe zu tragen, wenn Sie eine verletzte Fledermaus anfassen (Tollwutgefahr!)


Foto: NABU / Honigbiene Christine Kochem
Foto: NABU / Honigbiene Christine Kochem

 

 

Wespen, Hornissen & Bienen

 

Bei Bedarf die örtliche Feuerwehr  oder den Experten Herrn Rosenthal anrufen.

 

Tel.: 05321 / 1755                      mobil: 0151 / 27102320


 

Verhalten gegenüber Wildtieren

Der Wald ist nicht nur Erholungsraum für uns Menschen, sondern vor allem Lebensraum für zahlreiche Wildtiere. Da Wildschwein, Fuchs und Co. sehr scheu sind, kommt eine Begegnung mit ihnen allerdings eher selten vor und beschränkt sich meist nur auf einen kurzen Sichtkontakt. Dennoch kommen Wanderer nicht umhin, zum Schutz der Tiere gewisse Regeln zu beachten. 

Wir geben Ihnen Hinweise zum richtigen Verhalten bei der Begegnung mit unterschiedlichen Wildtierarten. Außerdem erfahren Sie, was Sie tun sollten, wenn Sie ein verletztes Tier finden.

Checkliste: Informationen & Tipps zum richtigen Verhalten gegenüber Wildtieren (PDF)

Was sind Wildtiere?

Allgemein umfasst der Begriff Wildtier alle Tiere, die nicht zahm oder domestiziert sind und keinen „Eigentümer“ haben. Sie kommen überwiegend in der Wildnis von Wäldern, Wiesen oder Feldern vor, einige von ihnen jedoch auch zunehmend am Stadtrand oder sogar in Innenstädten.

Zu den größeren bekannten heimischen Wildtieren zählen beispielsweise Wildschweine, Rehe und Wölfe. Aber auch Waschbären, Feldhasen und Marder gibt es zahlreich, sowie diverse Vogelarten.

Rehe und die meisten kleineren Wildtiere sind sehr scheu und verschwinden sofort, bevor wir Menschen sie überhaupt wahrnehmen und zeigen kein aggressives Verhalten.

Allgemeine Verhaltensregeln

Laut Paragraph 14 des Bundeswaldgesetzes (BWaldG) hat jeder Bürger das Recht auf Erholung im Wald. Jedoch müssen auch dort wie an allen öffentlichen Orten Regeln eingehalten werden. An oberster Stelle steht die Rücksichtnahme auf die Tiere, welche durch folgende grundlegende Regeln gewährleistet wird:

  • Markierte Routen und Wege nicht verlassen: so werden die Ruhezonen der Tiere geschützt
  • Keinen Müll liegen lassen: dieser verschmutzt die Umwelt und Tiere können sich darin verheddern oder ihn gar fressen
  • Wanderungen durch den Wald am besten vor Einbruch der Dunkelheit planen: dämmerungs- und nachtaktive Tiere können dann ungestört auf Nahrungssuche gehen
  • Hunde anleinen: so wird verhindert, dass sie Tieren hinterherjagen oder selbst als Beute gesehen werden

Kommt es tatsächlich zu einer Begegnung mit einem Wildtier aus nächster Nähe, ist es vor allem wichtig, Ruhe zu bewahren. Keinesfalls sollten Sie das Tier füttern. Das kann dazu führen, dass die Wildtiere sich an die Nahrung gewöhnen und schon beim nächsten Waldbesucher Futter einfordern.

Ebenfalls sollten Sie darauf verzichten, die Tiere zu streicheln. Denn selbst die niedlichsten Tiere können Krankheiten übertragen. Zudem werden vom Menschen berührte Jungtiere in einigen Fällen von den Eltern oder der Gruppe abgestoßen, so beispielsweise bei Hasen oder Rehen.

Besonders vorsichtig sollten auch Pilzsammler vorgehen. Vermeiden Sie es, auf der Suche nach Pilzen ins Dickicht vorzustoßen. Dort finden Tiere Unterschlupf und können durch plötzliche Eindringlinge aufgeschreckt werden. Wie Sie sich beim Sammeln von Pilzen rücksichtsvoll gegenüber Waldbewohnern verhalten, können Sie in unserem Pilzratgeber nachlesen.

Vorsicht in den Frühlingsmonaten!

Im Frühling ist Säugezeit und so gut wie alle Wildtiere reagieren empfindlich auf Störungen. Sehen Sie Tiere mit Nachwuchs, kommen Sie ihnen keinesfalls zu nahe und versuchen sie leise, aber zügig, Abstand zu gewinnen.

Begegnung mit Wildschweinen

Wildschweine sind sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv und haben einen sehr ausgeprägten Geruchssinn, mit dem sie Menschen schon aus großer Entfernung wahrnehmen können. Sie sind im Normalfall sehr scheue und friedliche Tiere, die schnell davonlaufen, wenn sie einen Menschen bemerken. Allerdings können weibliche Wildschweine (Bachen) vor allem in der Säugezeit ein aggressiveres Verhalten bei der Verteidigung ihrer Frischlinge an den Tag legen.

Treffen Sie auf ein Wildschwein, bleiben Sie in jedem Fall ruhig und machen Sie keine hektischen Bewegungen. Es ist ratsam, sich langsam und ruhig zu entfernen.

Sollte es sich um eine Bache mit Frischlingen handeln, kommen Sie ihnen nicht zu nahe und stellen Sie sich keinesfalls zwischen die Mutter und ihre Jungtiere. Die Bachen reagieren dann meist mit Fauchen und Drohgebärden und können selten sogar angreifen. Auch in diesem Fall ist es wichtig, sich ruhig zu verhalten und langsam Abstand zu gewinnen.

So sollten Sie sich im Falle eines Angriffs verhalten

In sehr seltenen Fällen, und nur wenn sie sich wirklich bedroht fühlen, können Wildschweine eventuell angreifen. Versuchen Sie dann große Hindernisse wie Bäume oder Felsen zwischen sich und das Wildschwein zu bringen. Auch auf einen Baum kann man im Notfall fliehen, da Wildschweine nicht klettern können.

Halten Sie Abstand, wenn Sie eine Wildschweinmutter mit ihren Frischlingen entdecken

Foto: Nataliia_Melnychuk / istock

Vorsicht bei verletzten Tieren

Eine ähnliche Situation kann durch einen verletzten Keiler entstehen. Sind diese beispielweise durch ein Auto angefahren oder einen Jäger angeschossen worden, ist höchste Vorsicht geboten. Das Tier kann im Todeskampf unberechenbar reagieren und sogar einen Angriff starten. Kommen Sie dem Tier nicht zu nahe und informieren Sie aus sicherer Entfernung die Polizei.

Begegnung mit Wölfen

Wer kennt sie nicht – die Märchen vom großen bösen Wolf? Doch anders als in diesen Geschichten ist der Wolf in der Natur ein sehr vorsichtiges und misstrauisches Tier, das sich zurückzieht, sobald Menschen in der Nähe sind. Der Wolf ist in Deutschland ein sehr seltenes Tier. Jahrelang galt er als komplett verschwunden, bis im Jahr 2000 wieder die ersten jungen Wölfe gesichtet wurden. Mittlerweile leben über 70 Wolfsrudel und 30 Wolfspaare in Deutschland (Quelle: NABU), die meisten davon im Nordosten Deutschlands.

Im Wald auf einen Wolf zu treffen ist sehr unwahrscheinlich und bisher sind in Deutschland keine Fälle aggressiven Verhaltens bekannt. Sollte der Fall dennoch eintreten, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Besonders Jungtiere sind noch neugierig und flüchten eventuell nicht sofort. Versuchen Sie es dann mit folgenden Aktionen:

  • Machen Sie sich groß, um den Wolf einzuschüchtern
  • Klatschen Sie laut in die Hände, um ihn zu vertreiben
  • Werfen Sie im Notfall mit kleinen leichten Gegenständen
Wölfe sind sehr scheue Tiere, die nicht am Menschen interessiert sind

Foto: esmeraldaedenberg / istock

Haben Sie einen Wolf gesichtet, melden Sie sich beim zuständigen Wolfsmanagement der jeweiligen Bundesländer. Unabhängig von seinem Verhalten können so weitere Hinweise auf Wölfe in den einzelnen Bundesländern gesammelt werden.

Kontaktstellen

Eine Liste der Kontaktstellen finden sie bei der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).

Verletztes Tier gefunden – was tun?

Durch Wild- und Jagdunfälle kann es immer wieder vorkommen, dass Tiere verletzt zurückbleiben oder Jungtiere verwaisen. Finden Sie ein scheinbar hilfsbedürftiges Tier, sollten Sie es zunächst aus sicherer Entfernung beobachten. Ihre eigene Sicherheit steht immer an erster Stelle, handeln Sie daher überlegt. In vielen Fällen wurde es lediglich kurz allein gelassen, wenn die Eltern auf Futtersuche sind.

Fassen Sie das verletzte oder verwaiste Wildtier nicht an, um der Gefahr durch Krankheiten und Tierseuchen zu entgehen. Der direkte Kontakt mit Menschen bedeutet zudem für die meisten Wildtiere Stress. Sie reagieren panisch und verstört auf menschliche Berührungen und Gerüche. Im schlimmsten Fall kann das Tier nach der Genesung nicht mehr in die Natur eingegliedert werden.

Um sicherzugehen, was Sie mit einem hilflosen Tier tun sollen, sollten Sie folgende Stellen um Rat bitten:

  • Örtliche Tierschutzvereine
  • Örtliche Naturschutzbehörden
  • Forst- und Jagdbehörden
  • Wildtierhilfe/Wildtierrettung
  • Polizei (bei großen Tieren wie Wildschwein, Reh und Hirsch)

In folgenden Ausnahmefällen dürfen Sie i. d. R. einem Wildtier helfen:

  • Bei einer Verletzung (z. B. gebrochener Flügel/Bein, blutende Wunde) oder Bewusstlosigkeit
  • Wenn das Tier schwach und ausgemergelt wirkt (z. B. durch Zittern und sehr dünne Gestalt erkennbar)
  • Bei einem Jungtier, das eindeutig verwaist ist (z. B. liegend neben dem toten Muttertier)
  • In einer unmittelbaren Gefahrensituation (z. B. auf einer stark befahrenen Straße)

Fragen Sie nach

Wir empfehlen, stets Rücksprache mit den oben genannten Stellen zu halten und erst dann zu handeln und das Wildtier zu bergen.

Tragen Sie in dieser Situation immer Handschuhe oder wickeln Sie das Tier vorsichtig in eine Decke. Ein Korb oder Karton eignet sich für den Transport von z. B. Igeln oder Vögeln. Bringen Sie das Tier danach möglichst schnell zur nächstgelegenen Wildtierauffangstation oder einem Tierarzt.

Kosten einer Tierbehandlung

Die Kosten durch Tierarztbehandlungen müssen Sie im Regelfall selbst tragen. Daher ist eine Wildtierstation oft die bessere Anlaufstelle. Hier finden Sie eine Übersicht der Wildauffangstationen nach Postleitzahl.

Wildtiere in der Stadt

Durch milder werdende Winter, verändertes Nahrungsangebot und erhöhte Population haben sich einige Tierarten zunehmend auch in städtischen Gebieten angesiedelt. Besonders stark verbreitet haben sich beispielsweise Waschbären, aber auch Wildschweine, Füchse und Marder bemerkt man immer öfter in Städten.

Die vielfältigen Grünflächen und Gartenanlagen sind für viele Wildtiere verlockend. Dazu kommt ein üppiges Angebot an Futterquellen durch Komposthaufen, Mülleimer und Gärten. Doch auch ohne natürliche Feinde ist das Leben in der Stadt für Tiere kein uneingeschränktes Paradies. So drohen den Tieren dort vermehrt Unfälle mit Fahrzeugen.

Immer mehr Wildtiere wie Waschbären dringen auch in städtische Gebiete vor

Foto: Roenarr / istock

Wenn Sie einem Wildtier in der Stadt begegnen, gelten generell die gleichen Regeln wie im Wald. Da die Tiere dann jedoch bereits mehr an den Menschen gewöhnt sind, können sie sich teilweise weniger scheu verhalten. Teilen Sie Sichtungen von Wildtieren den zuständigen Stellen mit.

Viele größere Städte haben eigens eingerichtete Wildtierberatungsstellen, die telefonisch oder per E-Mail erreicht werden können. So kann der Naturschutz in der Stadt besser an die Tierwelt abgestimmt werden, um ein friedliches und ausgewogenes Miteinander zu ermöglichen.

Ab und zu kann es auch vorkommen, dass Wildtiere bei der Suche nach Nahrung Gärten oder Grundstücke verwüsten. Wer für diesen Schaden aufkommt, ist abhängig vom Versicherungsschutz und vom Gebiet. Bei landwirtschaftlich genutzten Flächen kann der Besitzer dies beim Ordnungsamt melden und bekommt Schadensersatz von der Jagdgenossenschaft.

Bei einem Wildschaden in Privatgärten sind Jäger oder Jagdgenossenschaften jedoch nicht zuständig. Hier sind Haus- und Grundstücksbesitzer zuständig für angemessenen Schutz gegen Wildtiere.

Kostenabdeckung durch Gebäudeversicherung

Wildschäden können meist als Zusatzleistung in der Wohngebäudeversicherung abgedeckt werden.

Fazit

Auf ein Wildtier zu treffen ist, trotz steigender Ausbreitung einiger Tierarten, ein eher seltenes Erlebnis. Besonders wichtig ist es, den Tieren ihren Lebensraum zu lassen und sie in ihrem natürlichen Umfeld nicht zu stören. Gehen Sie daher achtsam durch Wälder und reagieren Sie stets ruhig und besonnen, wenn sich tatsächlich mal ein Tier in naher oder weiter Entfernung zeigt.

Sollten Sie hingegen ein verletztes Tier finden, entfernen Sie dies nur in Notfällen aus seinem Umfeld und kontaktieren Sie zunächst die zuständigen Beratungsstellen für Wildtiere.

Checkliste: Informationen & Tipps zum richtigen Verhalten gegenüber Wildtieren (PDF)

https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/verhalten-in-der-natur-wildtiere


 


weitere Infos und Beratung erhalten Sie während unserer Geschäftszeiten unter

der Tel. Nr. 05321/ 469 3682 oder unter info@nabu-goslar.de