Willkommen beim NABU Goslar

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) setzt sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein und bringt Menschen mit gleichen Interessenschwerpunkten zusammen. 

Erfahren Sie mehr über uns!


unsere nächste Veranstaltung:


Stellungnahme BUND, NABU und LBU zur VU für den Bereich „Kaiserpfalz-quartier / südliche Wallanlagen“ der Stadt Goslar im Rahmen der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“

Ihr Zeichen: FB SR – Bev

1. Grundsätzliches

1. Maßnahmen, die im Sinne des Städtebauförderungsprogramms „Zukunft Stadtgrün“ zu einer Verbesserung der urbanen, grünen Infrastruktur beitragen und zur Sanierung, Qualifizierung und Vernetzung öffentlich zugänglicher Grün- und Freiflächen führen, sind grundsätzlich zu befürworten, soweit dabei die ökologischen Belange in ausreichendem Maße berücksichtigt werden.

2. Der vom Untersuchungsgebiet erfasste Bereich der südlichen Wallanlagen ist für eine Verzahnung der Belange des Denkmalschutzes und des Natur- und Landschaftsschutzes in herausragender Weise geeignet, weil hier auf relativ kleinem Raum sowohl hochwertige Biotope als auch bedeutsame Elemente der historischen Stadtbefestigung (Wälle, Wassergräben, Feld- und Stadt-mauern, Turmreste) vorkommen. Das gesamte VU-Gebiet gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft.

Soweit im Folgenden auf Denkmalschutzaspekte eingegangen wird, dient dies zugleich und vorrangig der Minimierung von Eingriffen in ökologisch beson-ders schützenswerte Bereiche.

3. Die von der Stadt benannten vorläufigen Sanierungsziele und die zwischen-zeitlich bekannten Planungen zur Bebauung des Pfalzquartiers mit Multifunkti-onshalle, Hotel, Tiefgarage und großen versiegelten Platzbereichen lassen er-hebliche Zweifel an der Erfüllung der Zielsetzungen des Programms „Zukunft Stadtgrün“ aufkommen.

Die Programmzielsetzungen sind im Nds. MBl. Nr. 37/2017, S. 1262 erläutert: „Über das Programm werden Maßnahmen zur Verbesserung der urbanen grünen Infrastruktur gefördert. Hierbei handelt es sich um städtebauliche Maßnahmen der Anlage, Sanierung, Qualifizierung und Vernetzung öffentlich zugänglicher Grün- und Freiflächen im Rahmen der baulichen Erhaltung und Entwicklung von Quartieren als lebenswerte und gesunde Orte, die der Steigerung der Lebens- und Wohnqualität, der gesellschaftlichen Teilhabe, der Verbesse-rung des Stadtklimas und der Umweltgerechtigkeit insbesondere durch eine gerechte Vertei-lung qualitativ hochwertigen Stadtgrüns sowie dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Naturerfahrung dienen.“

Es ist zu besorgen, dass in der von 12 auf 10 Jahre reduzierten Verfahrens-dauer letztlich nur die von einem privaten Investor geplanten Bauvorhaben (Hotel, Tiefgarage, Halle) bzw. die von diesem gewünschten Begleitmaßnah-men (Stiftsgarten) realisiert werden, ohne dass die mit dem Programm gewoll-ten Zielsetzungen (z.B. Aufwertung der Wallanlagen, Vernetzung der Grünbe-reiche) in ausreichendem Maße Berücksichtigung finden.

Diese Besorgnis wird zum einen durch die Aufteilung des VU- bzw. Sanie-rungsgebietes in zwei Prioritätenstufen gestützt; zum anderen durch eine räumlich einschränkende Passage aus der Begründung des Ratsbeschlusses vom 8.5.2018 (Sitzungsvorlage 2018/109; S. 2 oben): „Wesentliche Maßnahmen

sind dabei neben Abbrüchen die Neugestaltung eines Forums und die damit in Verbindung stehende Vernetzung der Grünbereiche der Wallanlagen, die Aufwertung des Pfalzgartens sowie die Neugestaltung des Stiftsgartens.“

Es wird dabei bereits auf Ebene der VU darauf ankommen, eine im Pro-grammzeitraum realistische Umsetzung der Sanierungsinhalte darzulegen und der Stadt nicht nur eine kostengünstige Möglichkeit zum Abbruch von Gebäu-den im Sinne einer Investorenplanung zu ermöglichen. Eine Beschränkung der Umsetzung auf die Elemente Gebäudeabbruch, Hotel, Mehrzweckhalle und Stiftsgarten würde wesentliche Zielsetzungen des Programms „Zukunft Stadtgrün“ nicht erfüllen.

4. Für die VU mag die Abgrenzung eines größeren Untersuchungsbereiches zur grundsätzlichen Ermittlung von städtebaulichen Missständen im Sinne des Programms sinnvoll sein. Für die endgültige Festlegung des Sanierungsgebie-tes sind hingegen deutliche Änderungen vorzunehmen:

Die Aufteilung in zwei Prioritätenstufen sollte unterbleiben, weil (wie unter Zif-fer 3. beschrieben) zu besorgen ist, dass sinnvolle und fachlich gebotene Maßnahmen im Abschnitt Judenteich – Ockersümpfe in dem zehnjährigen Sanierungszeitraum nicht mehr zur Ausführung gelangen.

Der mittlere und südliche Abschnitt des VU-Gebietes mit der Priorität 1 bein-haltet in erheblichem Umfang Flächen, die sich nicht im Eigentum der Stadt Goslar befinden und in großen Teilen auch nicht förderfähig sind.

Karte 1: Westlicher Teilabschnitt des VU-Gebietes mit Kennzeichnung des Landeseigentums

Die in Karte 1 (Mitteilung der Stadt Goslar; 2018/109-01) blau umrandeten Flächen befinden sich im Eigentum des Landes Niedersachsen und können folglich nicht im Rahmen eines Städtebauförderungsprogrammes des Landes gefördert werden. Davon betroffen sind große Teile des Pfalzgartens diesseits und jenseits der Stadtmauer, die gesamte Pfalzwiese und der südlich angren-zende Gehölzbestand um das Heimkehrer-Denkmal. Die von der Stadt als wesentliche Maßnahme identifizierte „Aufwertung des Pfalzgartens“ dürfte mithin schon aufgrund der Eigentumsverhältnisse nicht möglich sein.

Ebenfalls nicht förderfähig dürfte die im Süden des VU-Gebietes der Priorität 1 verlaufende B 241 einschließlich zugehöriger Randbereich sein, die sich nicht im Eigentum der Stadt Goslar befinden. Hier wäre über einen Grundbuchab-gleich eine parzellenscharfe Abgrenzung vorzunehmen.

Die zwischen der B 241 und den Landesflächen um die Kaiserpfalz gelegenen Kleingärten befinden sich ebenfalls – oder zumindest in Teilen – nicht im Ei-gentum der Stadt Goslar. Da eine Neuordnung der Grundstücksverhältnisse ausweislich des Ratsbeschlusses vom 8.5.2018 nicht geplant ist, bleibt im zentralen Bereich des VU-/Sanierungsgebietes vollkommen unklar, wie dort das Sanierungsziel der Vernetzung der Grünbereiche überhaupt erreicht wer-den soll.

5. Fördervoraussetzung des Programms „Zukunft Stadtgrün“ ist ein unter Beteili-gung der Bürgerinnen und Bürger erstelltes städtebauliches Entwicklungskon-zept, in dem die Ziele und Maßnahmen im Fördergebiet dargestellt sind. Dabei ist die Aktualität des Entwicklungskonzeptes sicherzustellen.

Zwar verweist die Stadt Goslar in ihrem Beschluss vom 8.5.2018 auf das ISEK Goslar 2015 (S. 157) und die Fortschreibung (S. 103). Die zwischenzeitlich abgeschlossene Entwicklungsvereinbarung mit dem Investor weicht aber deut-lich vom ISEK und auch vom städtebaulichen Gutachten für das Pfalzquartier ab.

Das Verkehrsgutachten zum Busparken, aus welchem sich einschneidende Konsequenzen für das Sanierungsgebiet ergeben (könnten), ist bis heute von der Stadt nicht veröffentlicht worden, hat aber gleichwohl erheblichen Einfluss auf die Planungsmaßnahmen im VU-Gebiet der Priorität 1. Eine differenzierte Stellungnahme zu den Auswirkungen verkehrstechnisch bedingter Maßnah-men im Untersuchungsbereich ist folglich nicht abschließend möglich.

Aus den bisher bekannten Planungen ist in keiner Weise ersichtlich, wie die Programmvorgaben zu Artikel 9 der UN-Behindertenkonvention erfüllt werden sollen. Aufgrund der extremen Höhenunterschiede im Gelände ist zu besor-gen, dass eine barrierefreie bzw. barrierearme Vernetzung der Grünbereiche gar nicht erfolgen soll. Hierfür wären zumindest der Erwerb und der Abriss der Kegelbahn an der Wallstraße eine wesentliche Voraussetzung. Dies ist sei-tens der Stadt aber nicht geplant.

6. Nach den Programmvorgaben dürfen Städtebaufördermittel nicht zum Abriss von Denkmälern eingesetzt werden. Gleichwohl ist dies in den vorläufigen Sa-

nierungszielen für das denkmalgeschützte Kasernengebäude im Südosten der ehemaligen BGS-Unterkunft (Bild 1) vorgesehen.

Bild 1: Denkmalgeschütztes Kasernengebäude

Für den Abbruch dieses Gebäudes gibt es keinerlei Sachgründe. Da dieser Standort für ein kleines Informationszentrum zur Wissensvermittlung über die städtischen Befestigungsanlagen und deren Geschichte sowie über die Be-sonderheiten von Flora und Fauna in diesem Gebiet besonders geeignet wä-re, sollte ein Abbruch des Gebäudes unterbleiben und in Teilen eine entspre-chende Nachnutzung angestrebt werden. Zu dieser Thematik hatte der BUND Goslar bereits einen „Grünen Führer durch Goslar“ entwickelt, den wir Ihnen auf Anfrage gern nachliefern.

2. Detailhinweise zum VU-Gebiet der Priorität 1

Die Detailhinweise erfolgen unabhängig von der im Kapitel 1, Ziffer 4. thematisierten Frage der Eigentumsverhältnisse.

1. Für den östlich Teil dieses Gebietes liegt bereits seit 2011 eine detaillierte Un-tersuchung zum ökologischen Wert der Flächen vor (Naturschutzfachliche Bewertung der östlichen Goslarer Wallanlagen zwischen Reisecken-weg/Okerstraße und Wallstraße; TIEDT / RUF; ALNUS, September 2011)

In allen untersuchten Teilbereichen (Biotoptypen, Vögel, Fledermäuse, Am-phibien, Fauna allgemein) weist der Wallkörper zwischen Zwinger und Jäger-denkmal – teilweise auch in Verbindung mit dem Kahnteich (Amphibien) – die jeweils höchste Wertstufe auf. Der südexponierte Eichenwald des Wallkör-pers mit seinen wertvollen Habitatbäumen unterliegt dem Schutz nach § 30 BNatSchG. Der nördliche Teil ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen (vergl. Karte 2).

Zum planerischen Rahmen enthält die Naturschutzfachliche Bewertung auf Seite 22 klare Vorgaben: „Die Bedeutung des Walls für den Naturschutz in der Stadt Goslar ist so hoch einzuschätzen, dass ein übergeordnetes Entwicklungskonzept in diesem Bereich dem Naturschutz Vorrang vor der Erholungsnutzung einzuräumen ist. Eine weite-re Erschließung des Walls ist auszuschließen. Um die Alteichen als Lebensraum … zu er-halten, ist sicherzustellen, dass der Wald nicht betreten wird und auch Wege an den Rän-dern des Walls so verlaufen, dass zukünftig kein Altbaum aus Gründen der Verkehrssi-cherheit gefällt werden muss.“

Karte 2: Schutzbereiche am Thomaswall nach § 19 und § 30 BNatSchG

Trotz dieser klaren Aussagen hat die Stadt Goslar auch nach sieben Jahren noch kein Pflege- und Entwicklungskonzept vorgelegt, mit dem die wertvol-le Flora und Fauna in diesem Bereich den notwendigen Schutz erhält.

Stattdessen kam es auf Grundlage eines Fachgutachtens „zur Ermittlung der Bruch-, Stand- und Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit insgesamt ca. 80 Bäumen an den Wallanlagen in Goslar; SOWITZKI; 30.9.2015“ zu umfang-reichen Fällungen von Altbaumbeständen. Dabei wurden nicht einmal die Hinweise dieses Gutachtens nach schrittweiser Einkürzung bruchgefährdeter Kronen (Retrenchment Pruning) angewendet. Den auf stehendes Totholz spezialisierten Arten wird damit die Lebensgrundlage entzogen, weil liegendes Totholz für diese Arten weitgehend wertlos ist (Bild 2).

Auch in diesem Gutachten wird im Kapitel „Baumpflegerischer Handlungsbe-darf“ – wie bereits in der Naturschutzfachlichen Bewertung aus 2011 – ein um-fassendes Pflege- und Entwicklungskonzept angemahnt.

Da insbesondere Alt-Eichen auch nach Kroneneinkürzungen bzw. dem Ab-sterben der gesamten Krone nicht als bruchgefährdet gelten, sind diese als Altholz- oder Totholz-Habitatbäume auch mit Resthöhen von ca. 4 bis 6 Me-tern aus Verkehrssicherungsaspekten als unproblematisch anzusehen. Die Stadt Karlsruhe zeigt als Mitglied des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“, dass der Erhalt von stehendem Alt- und Totholz mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen selbst auf Grünstreifen an befahrenen Straßen mög-lich ist (Bilder 3 und 4) und verweist darauf, dass alle technisch abgesicherten Bäume dem Orkan Kyrill problemlos standhielten. In Karlsruhe dienen die Maßnahmen dem Schutz des Heldbocks und seiner Totholz-Folgearten (z.B. Eckschildiger Glanzprachtkäfer). Es muss als deutlicher Mangel angesehen

werden, dass Insektengruppen – wie holzbürtige Käfer – im Rahmen der Na-turschutzfachlichen Bewertung der Wallanlagen nicht untersucht wurden.

Bild 2: Wallkrone mit liegendem Totholz und Eichen-Neuanpflanzungen.

Negativ zu bewerten ist der viel zu kurz geschnittene und damit ökologisch

weitgehend wertlose Stammrest aus stehendem Totholz.

Bild 3: Schutz von Altbäumen in Karlsruhe Bild 4: Schutz von Totholz in Karlsruhe

Angesichts der Wertigkeit des Teilbereichs Thomaswall und Kahnteich für den Naturschutz ist es nicht nachvollziehbar, dass als Grundlage für die VU die o.g. Naturschutzfachliche Bewertung aus dem September 2011 keinerlei Er-wähnung findet (vergl. Begründung zur Sitzungsvorlage 2018/109; S. 2 un-ten). Die stattdessen im Bereich Natur- und Landschaftsschutz erwähnte Stu-

die der Landschaftsarchitektin K. Roedenbeck lässt die ökologische Wertigkeit weitgehend außen vor und stützt sich offenkundig in Teilen auf das Entwick-lungskonzept Wallanlagen Goslar (Roedenbeck + Roedenbeck; Dezember 2006), das in den städtischen Fachgremien auf massiven Widerstand stieß (vergl. GZ vom 17.9.2007: Wallanlagen-Gutachten „zerrissen“), weil die vor-geschlagene Fällung von über 300 Bäumen und die Überbetonung land-schaftsästhetischer Aspekte (Sichtschneisen) in keiner Weise nachvollzogen werden konnten.

Da das Programm „Zukunft Stadtgrün“ ausdrücklich auch auf den „Erhalt der biologischen Vielfalt“ abhebt, sind im östlichen Teilbereich die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes eindeutig höher zu bewerten als die der Landschaftsästhetik und der Nutzung.

Im Einzelnen:

 Das wiederholt angemahnte Pflege- und Entwicklungskonzept ist unter Berücksichtigung der Naturschutzfachlichen Bewertung von 2011 nun-mehr zeitnah zu erstellen.

 Die Naturschutzfachliche Bewertung ist um einen Teil „Insekten und insbesondere holzbürtige Käfer“ zu ergänzen.

 Dem Altbaum- und Totholzschutz ist im Bereich des Thomaswalls der Vorrang einzuräumen (Erhalt von Habitatbäumen auch als Totholz mit Höhen über 3 Meter). Pflegeingriffe dürfen sich allenfalls auf die Ent-nahme konkurrierender, nicht standortgerechter Gehölze (Koniferen, Neophyten) beschränken.

 Wege, die auf die Wallkrone führen, sind einzuziehen und unpassierbar zu gestalten, um die Flora und Fauna in dem nach § 30 BNatSchG ge-schützten Areal nachhaltig zu schützen. Der Kronenweg darf nicht er-neut einer Nutzung zugeführt werden.

 Umfangreiche Eingriffe in die Strauchschicht des Wallkörpers (wie am Judenteich) sind zu unterbinden, damit keine Rückzugsbereiche der Amphibien zerstört werden.

 Mit der Einziehung der Wege auf dem Wallkörper sind anthropogen verursachte Erosionsschneisen am Wall im derzeitigen Umfang nicht mehr zu erwarten. Auf eine Einbringung von Geotextil mit einer u.U. für die Fauna ungeeigneten Bepflanzung (wie am Judenteich) ist daher zu verzichten.

 Im Bereich ökologisch wertvoller Altbaumbestände bzw. potentieller Habitatbäume ist auf eine Mauersanierung zu verzichten, wenn diese zu Schäden am Baum führen könnte (Bild 5).

Bild 5: Eine Mauersanierung würde diesen Baum nachhaltig zerstören

 Die Hauptwegeführung sollte zum Schutz des Wallkörpers auf den süd-lich verlaufenden Weg um den Kahnteich gelegt werden. Eine nächtli-che Wegebeleuchtung ist aus Gründen des Insekten- und Fledermaus-schutzes auch künftig unbedingt auszuschließen.

 Auf zusätzliche Nutzungen ist in diesem Teilabschnitt ebenso zu ver-zichten wie auf die weitere Einbringung technisch wirkender Elemente, die – soweit bereits vorhanden – oft zweckentfremdet werden (Bild 6).

Bild 6: Zweckentfremdung einer sog. „Sitzgruppe“ am Kahnteich als Parkplatz

 Die Wege sind weiterhin mit wassergebundenen Decken auszuführen. Zusätzliche Totalversiegelungen, wie zuletzt am Zwinger vorgenommen (Bild 7), sind zu unterbinden, weil dies Auswirkungen auf die Wurzelbe-reiche der angrenzenden Baumbestände hat. Gleiches gilt für den städ-tischen Winterdienst mit Einsatz von Tausalz, welches die Wurzeln der Bäume am Fuß des Walls nachhaltig schädigt.

Bild 7: Versiegelung von Wegen am Zwinger

 Verlandungszonen im Kahnteich sind für den Amphibienschutz unver-ändert zu erhalten.

 Die Entnahme von Bäumen vorrangig aus Gründen einer falsch inter-pretierten Landschaftsästhetik (Herstellung von Sichtverbindungen) ist unter dem Aspekt des Artenschutzes abzulehnen.

 Für die in der Naturschutzfachlichen Bewertung identifizierten beson-ders gefährdeten Arten ist ein Monitoringprogramm aufzusetzen, das es ermöglicht, pflegerischen Fehlentwicklungen zeitnah entgegenzuwir-ken.

2. Der mittlere Teil des VU-Gebietes (zwischen Wallstraße und Klauskapelle) ist aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes geprägt durch einen zentral ge-legenen Geschützten Landschaftsbestandteil (GLB), der die gesamten Landesflächen mit Ausnahme des Amtsgerichtsgebäudes umfasst (vergl. Kar-te 1) sowie einen prägenden Altbaumbestand entlang der Feldmauer im Zuge der B 241.

Dieser Baumbestand bildet aufgrund seines Alters und seiner Ausprägung ein wichtiges Element der Biotopvernetzung der südlichen Wallanlagen und stellt eine für die besonders geschützten Arten (Vögel, Fledermäuse) unver-zichtbare Verbindung dar, die vom Petersberg, über den Abzuchtlauf unter-

halb des Reiseckenweges, die Teiche in den Wallanlagen und den Feuergra-ben bis zum Nonnenberg reicht. Diese lineare Vernetzungsstruktur muss in ih-rer Vielfältigkeit und Einzigartigkeit unbedingt erhalten bleiben und darf nicht weiter zerschnitten oder durch überzogene Pflegemaßnahmen zur Herstellung von Sichtbeziehungen beeinträchtigt werden.

Im Einzelnen:

 Der Altbaumbestand entlang der Werenbergstraße (Bild 8) ist als bio-topvernetzendes Element unbedingt zu erhalten und zu sichern. Die eventuelle vorgesehene Anlage einer neuen Bushaltestelle für mehrere Busse (Karte 3 aus dem Städtebaulichen Gutachten, ACKERS Partner Städtebau; 2016) würde zum vollständigen Verlust dieser Baumgruppe und der Biotopvernetzung führen und ist daher strikt abzulehnen. Darü-ber hinaus wären bei einem derartigen Eingriff dauerhafte Schäden an der nördlich angrenzenden Feldmauer zu erwarten.

Karte 3: Vorschlag für neue Bushaltestelle aus dem städtebaulichen Gutachten

Bild 8: Die Bushaltestelle würde zum vollständigen Verlust der Altbaum-

Gruppe und der Vernetzung der Biotope der Wallanlagen führen

 Im weiteren Verlauf der Feldmauer in westlicher Richtung sind die Alt-baumbestände (Bild 9) ebenso zu sichern und rechtzeitig durch Nach-pflanzungen zu ergänzen. Bei Neupflanzungen sind zum Schutz der historischen Mauer konstruktive Maßnahmen zur Verhinderung von Einwurzelungen vorzusehen, um den Sanierungsaufwand für die Mau-ern gering zu halten.

Bild 9: Altbaumbestände wie am Breiten Weg sind zu erhalten

 Der aus ökologischer Sicht nicht besonders wertvolle Wildaufwuchs am Mauerfuß sollte ebenso wie der Vegetationsüberhang auf der Mauer-krone zum Schutz der Mauer und zur Erlebbarkeit des historischen Bauwerks deutlich zurückgenommen werden (Bild 10). Bei einer dauer-haften Bepflanzung mit niedrig wachsenden, heimischen, blütenreichen Arten könnte auf pflegeaufwändige Pflanzgefäße verzichtet werden. Zugleich würde die ökologische Wertigkeit für Insekten deutlich erhöht.

Bild 10: Die Entfernung von Wildaufwuchs und Überhängen mit der

Anlage von inselartigen, dauerhaften Blühfächen würde die Feldmauer

entlang der B 241 ökologisch und touristisch deutlich aufwerten

 Zur Herstellung einer durchgängigen Wegeverbindung durch die Wall- und Befestigungsanlagen ist die Sperrwirkung im südlichen Bereich der ehemaligen BGS-Unterkunft aufzuheben. Dies kann – anders als in der städtebaulichen Zielkonzeption von ACKERS; S. 24 (Anlage zur Sit-zungsvorlage 2016/356-02) behauptet – nur durch Erwerb und Abbruch der als Barriere wirkenden Kegelbahn erreicht werden (Bild 11), weil die nördlich geplante Bebauung mit Mehrzweckhalle, Hotel und Tiefgarage künftig ebenfalls eine Barrierewirkung für ein ungestörtes Erlebnis von Natur und Baukultur der Wall- und Befestigungsanlagen entwickeln wird. Die Wegeführung sollte daher direkt entlang der Feldmauer erfol-gen, die vom Wildaufwuchs freizustellen ist (Bild 12). Der einzig ver-bliebene Rest der Stadtmauer an der Nordwest-Ecke des Hubertusho-fes ist zu erhalten und von Wildwuchs freizustellen (Bild 13).

Bild 11: Die Barriere „Kegelbahn“ muss zur Herstellung eines funktions-

fähigen Rundweges zwingend beseitigt werden

Bild 12: Wildaufwuchs verhindert den Blick auf die Feldmauer

Bild 13: Stadtmauerrest am Hubertushof ist freizustellen und aufzuwerten

 Im Bereich des Sportplatzes (Bild 14) sollten Wegeverbindungen zum Pfalzgarten und zum weiteren Verlauf der Feldmauer in Richtung Kai-sertorstraße ebenso geschaffen werden wie Blickbeziehungen zum Schneckenberg als Standort des ehemaligen Truverdich durch Entfer-nung von Wildaufwuchs bei gleichzeitiger Erhaltung des Altbaumbe-standes.

Bild 14: Der Wildaufwuchs am Sportplatz verhindert den Blick auf den

historisch bedeutsamen Schneckenberg (Standort Truverdich). An dieser

Stelle fehlen auch Wegebeziehungen nach Süden (Feldmauer an der

Kaisertorstraße) und nach Norden (Pfalzgarten).

 Der Domplatz als Standort der ehemaligen Stiftskirche St. Simon und Judas und der ehemaligen Thomaskapelle im Nordosten des Areals soll im Rahmen des Programms als sog. Dompark umgestaltet werden.

Aufgrund seiner hohen Wertigkeit für die Geschichte der Stadt Goslar und des Pfalzareals sollten hier die Mauerumrisse für Besucher wieder erlebbar gemacht werden. Als Vorbild kann dabei die Pfalz Werla die-nen, bei der über den zuvor archäologisch untersuchten Gebäude- und Befestigungsresten nach der Wiederverfüllung Mauerabschnitte rekon-struiert wurden, um den Umfang der baulichen Anlagen zu verdeutli-chen (Bild 15). Inwieweit zu einem späteren Zeitpunkt auch Projekte der experimentellen Archäologie in Teilbereichen (z.B. St. Thomas) möglich sind, sollte im Verfahren geprüft werden.

Bild 15: Pfalz Werla: Rekonstruktion von Mauern über historischen

Mauern und Ergänzung mit Stahlplatten

 Der Kaiserpfalzgarten ist in großen Teilen als Geschützter Land-schaftsbestandteil ausgewiesen, wird diesem Schutzstatus derzeit aber kaum gerecht. Der Baumbestand ist geprägt durch eine große Zahl von Exoten, Koniferen (Bild 16) und ökologisch weitgehend wert-losen Bodendeckern, z.B. Cotoneaster. Eine Aufwertung nach Erstel-lung eines Pflege- und Entwicklungskonzeptes ist für diesen Be-reich dringend geboten. Dabei ist auf eine insektenfreundliche Pflan-zenauswahl zu achten. Vor einer Um- bzw. Neugestaltung sind die derzeit mit Bauzäunen notdürftig gesicherten, einsturzgefährdeten Ab-schnitte der Stadtmauer (Bild 17) zu sanieren. Zeitgeistige, mitunter sinnfreie und vom Vandalismus gezeichnete Bauwerke und Möblierun-gen (Bilder 18, 19 und 20) sollten entfernt und gegen stabile Parkbänke an ausgewählten Standorten ersetzt werden. Die im nordwestlichen Abschnitt gelegenen Wasserläufe der Abzucht und des Klausbaches (Bild 21) sollten von Wildaufwuchs ebenso freigestellt werden wie das beeindruckende Ensemble des oberen Wasserlochs mit Martinikapelle und Martiniturm. Die punktuelle Einbringung von wasserbegleitenden Gehölzen (Erle, Weide) wäre zu begrüßen. Die sanierte Parkanlage sollte künftig nach Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen werden. Damit wird zum einen weiterer Vandalismus weitgehend unterbunden, zum anderen kann auf eine nächtliche Beleuchtung zum Schutz von In-sekten und Fledermäusen verzichtet werden.

Bild 16: Exoten, Koniferen und Cotoneaster haben nur einen

geringen ökologischen Wert

Bild 17: Mauern müssen vor der Gartengestaltung saniert werden

Bild 18: Vom Vandalismus betroffene, abgängige Einrichtungen

Bild 19: Sinnfreie, rein zeitgeistige Einrichtungen sind zu entfernen

Bild 20: Nicht attraktiv und für Kinder gefährlich: Betonschildkröten

Bild 21: Verwahrloster und zugewachsener Klausbach-Wasserlauf

3. Der westliche Teil des Gebietes ist geprägt vom Feuergraben und der Parkan-lage Am Beek. Der Bereich ist als Geschützter Landschaftsbestandteil (GLB) ausgewiesen, wird aber ähnlich wie der Pfalzgarten seinem Schutzsta-tus nur teilweise gerecht. Ähnlich wie die westlich an die B 82 angrenzende, tief in den Hang des Nonnenberges greifende Grünanlage ist dieser Bereich mit vielen nicht standortheimischen Koniferen bepflanzt. Gleichwohl ist eine hohe ökologische Wertigkeit durch den Feuergraben und die Vernetzungs-funktion zwischen Wald (Nonnenberg) und südlichen Wallanlagen gegeben.

Aufgrund der Lage im stark frequentierten Kreuzungsbereich von zwei Bun-desstraßen (B 82 und B 241) haben diese Grünanlagen für die Naherholung und einen längeren Aufenthalt auch bedingt durch die Nähe zum attraktiveren Waldgebiet des Nonnenberges so gut wie keine Bedeutung. Selbst nach einer Umgestaltung ist keine nennenswerte Frequenzsteigerung bei den Nutzerzah-len zu erwarten. Lediglich nach einem Lückenschluss des Wallrundweges im Norden der Altstadt (nicht Gegenstand dieser Planung) könnte dieser Bereich Besucher zu einer kurzfristigen Rast einladen.

Die Anlagen sind daher vorrangig geeignet, naturnah entwickelt zu werden und damit vorrangig für die Fauna in den Wallanlagen verbesserte Lebensbe-dingungen zu schaffen.

Im Einzelnen:

 Die Verlandungszonen des Feuergrabens und die vorhandenen Schilf-bestände sind unbedingt zu erhalten. Am Gewässer und an den Ufern sind keine gestalterischen Maßnahmen notwendig. Gleichwohl sollte geprüft werden, wie die Frischwasserzufuhr insbesondere in Trocken-zeiten verbessert werden kann (Bild 22). Eine „Auffächerung“ der in die Stadt einfließenden Wassermengen in die ursprünglichen Wasserläufe innerhalb der Altstadt dient zugleich dem Hochwasserschutz, weil damit Verzögerungen im Wasserablauf erreicht werden können, die den Un-terlauf der Abzucht entlasten.

Bild 22: Der Einlauf zum Feuergraben ist in niederschlagsarmen Zeiten

vollständig ausgetrocknet

 Koniferen und Neophyten sind in beiden Anlagen abschnittsweise kon-sequent zu entfernen und gegen heimische Gehölze zu ersetzen. Offe-ne Flächen bieten sich vor allem für die Anlage insektenfreundlicher Blühflächen an. Ein erhöhtes Insektenaufkommen kommt zugleich der Vogel- und Fledermauspopulation zugute.

Bild 23: Die Parkanlage Am Beek ist durch Koniferen und Neophyten

geprägt, die nur einen geringen ökologischen Wert haben

Bild 24: Gleiches gilt für die westlich der B 82 gelegene Parkanlage am

Nonnenberg. Hier können in größerem Umfang Koniferen entnommen

und insektenfreundlich Blühflächen angelegt werden. Der Eintritt des

Gosekanals in die Stadtbefestigung sollte hier eine Aufwertung

erfahren.

 Die Ruinen des Papenturmes unterhalb der Frankenberger Kirche wer-den derzeit saniert. Die angrenzenden Grünflächen sollten im An-schluss mit inselartigen Blühflächen aus heimischen Arten versehen

werden. Am Gosekanal, der durch diese Fläche verläuft, ist durch rechtzeitige konsequente Pflegeeingriffe darauf hinzuwirken, dass sich der japanische Staudenknöterich (invasiver Neophyt) nicht erneut aus-breitet (Bild 25).

Bild 25: Die Bekämpfung des japanischen Staudenknöterichs am Gose-

kanal muss aufgrund der Rhizombildung dieser Art konsequent fortgesetzt

werden. Dabei muss allerdings der Einsatz von kritisch zu bewertenden

Breitbandherbiziden (Roundup) ausgeschlossen werden.

3. Detailhinweise zum VU-Gebiet der Priorität 2

Die Detailhinweise erfolgen unabhängig von der im Kapitel 1, Ziffer 4. thematisierten Frage der Eigentumsverhältnisse.

Der gesamte Bereich ist aufgrund seiner hohen Wertigkeit für den Artenschutz als Geschützter Landschaftsbestandteil (GLB) ausgewiesen. Im Rahmen der Natur-schutzfachlichen Bewertung der östlichen Goslarer Wallanlagen zwischen Reise-ckenweg/Okerstraße und Wallstraße (TIEDT / RUF; ALNUS, September 2011) ist das gesamte Areal umfassend untersucht und bewertet worden.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass der naturnahe Abschnitt der Abzucht ein nach § 30 BNatSchG geschütztes Biotop (FHB) ist (S. 7). Darüber hinaus wird diesem Teil der Abzucht eine hohe Bedeutung als Laichgewässer zugeordnet (S. 18), wel-ches vermutlich auch vom Feuersalamander genutzt wird (S. 17). Die Flora/Fauna Kartierung (Karte 3.1) weist insbesondere den alten Alleen eine besondere Bedeu-tung und damit die höchste Wertstufe zu. Alle Maßnahmen müssen die Wertigkeiten in diesem Teilbereich berücksichtigen.

Im Einzelnen:

 Die Altbaum-Alleen (Bild 26) sind zu erhalten und einer regelmäßigen Baum-pflege mit der Zielsetzung der Erhaltung zu unterziehen. Bei größeren Ausfäl-len (zwei oder mehr Bäume nebeneinander) sind Ersatzpflanzungen vorzu-nehmen.

Bild 26: Schützenswerte Altbaum-Alleen prägen das nördliche VU-Gebiet

 Entlang dem Lauf der Abzucht sollten nicht standortgerechte Koniferen (Bild 27) entnommen und gegen ökologisch wertvollere Laubgehölze der Auen-landschaft (Erle, Weide) ersetzt werden. Dies sollte über einen längeren Zeit-raum und abschnittsweise, z.B. beginnend am Zulauf der Dörpke, geschehen.

Bild 27: Koniferen gehören nicht in die Auenlandschaft

 Die Ockersümpfe haben für die Stadtgeschichte Goslars eine wichtige Bedeu-tung (Gewinnung von Farbpigmenten). Im Laufe der letzten Jahre sind die Teichanlagen jedoch durch Wildaufwuchs fast vollständig zugewachsen und für die Besucher kaum noch wahrnehmbar. Aus Richtung Brieger Eck kom-mend (Standort der Erläuterungstafel) sollte eine Sichtschneise zu den Was-serflächen hergestellt werden, in der das Unterholz entfernt wird. In den Baumbestand muss dabei nicht eingegriffen werden (Bild 28).

Bild 28: Die Blickbeziehung vom Brieger Eck zu den Ockersümpfen kann

durch die Entnahme von Unterholz ohne den Verlust von älteren Bäumen

hergestellt werden

 Der an der Nordseite des VU-Gebietes verlaufende Weulesche Graben (Müh-lengraben) sollte durch geeignete Maßnahmen dauerhaft und auf ganzer Län-ge mit Wasser gefüllt werden, um die Lebensräume für Amphibien zu vergrö-ßern (Bild 29). Darüber hinaus kann die Nutzung brachgefallener Wasserläufe auch dem Hochwasserschutz zugutekommen, weil dadurch eine Verzögerung der Wasserabgabe an den Unterlauf der Abzucht eintritt.

Bild 29: Der Weulesche Graben sollte wieder dauerhaft mit Wasser gefüllt sein

 In diesem Teil des VU-Gebietes (zwischen St. Annenhöhe und Ockersümpfen) verläuft die Wegeführung vollständig außerhalb der Feldmauer und damit auch außerhalb der Verteidigungsanlagen. Lediglich im Bereich des unteren Wasserlochs und am Werderhof sind Teile der Stadtbefestigung erlebbar. Für Besucher ist der Aufbau der Stadtbefestigung mit Stadtmauer, Wall, Graben und Feldmauer über weite Strecken nicht nachvollziehbar. Daran ändert auch eine erläuternde Beschilderung nichts. Es sollte daher der Versuch unter-nommen werden, ein (nicht genutztes) Gartengrundstück zwischen St. An-nenhöhe und Wasserloch zu erwerben und mit einer erhöhten Aussichtsplatt-form zu versehen, um in diesem Abschnitt Einblicke in den Aufbau der Stadt-befestigung zu ermöglichen (Bild 30). Eingriffe in den Bestand der Alleebäume sind dafür nicht notwendig.

Bild 30: Im Bereich der Kleingärten fehlt ein attraktiver Aussichtspunkt, um den

Aufbau der Stadtbefestigungsanlagen nachvollziehen zu können.

Download
Anschreiben und Stellungnahme von BUND, NABU und LBU zur VU für den Bereich "Kaiserpfalzquartier / südliche Wallanlagen"
Download Stellungnahme BUND, NABU und LB
Adobe Acrobat Dokument 11.2 MB

BUND und NABU: Rückhaltebecken Bornhausen bei Seesen ist Hochwasserschutz von gestern! Erörterungstermin am 27.6.2018 im Rathaus Seesen

Seesen. Am 27.6.2018 findet – fünf Jahre Jahre nach der Auslegung der damals schon überholten und unvollständigen Unterlagen – der Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren statt.

Die großen Naturschutzverbände des Kreises Goslar, BUND und NABU, kritisieren das geplante Hochwasserrückhaltebecken vor Bornhausen. Bei der Anlage handelt es um eine mit ca. 8 Millionen € kalkulierte Baumaßnahme, die kaum etwas bewirken wird, dafür aber in erheblichem Umfang Natur zerstört und in das schutzwürdige Fließgewässer der Schildau eingreift.

„Rückhaltebecken sind technischer Hochwasserschutz im Stil der 1970er Jahre und überholt“, so die einhellige Einschätzung der Vorstände des BUND-Regionalverbands Westharz, Dr. Friedhart Knolle, sowie Mathias Kumitz von der NABU-Kreisgruppe Goslar. Viel wichtiger sei die Renaturierung der Fließgewässer, das Freihalten der Flussauen von Bebauung und die Ausweisung von weiteren Retentionsflächen im Bereich der Nette und ihrer Nebenflüsse. Dies haben die Verantwortlichen in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt.

Wie wenig Rückhaltebecken nützen, zeigt das Beispiel Rhüden sehr eindrucksvoll. Seit 1998 gab es in Rhüden diverse Hochwasserereignisse. Das erste Hochwasser ereignete sich 1998 und wurde als Jahrhunderthochwasser bezeichnet. 2002 gab es ein Hochwasser, das etwas glimpflicher ausfiel. Im November 2004 wurde dann das Nette-Rückhaltebecken südlich von Rhüden eingeweiht. Am Montag den 1. Oktober 2007  titelte der Seesener Beobachter: „Das Jahrhunderthochwasser 1998 noch um 20 cm übertroffen. Die Nacht in der die Nette auf einen Pegel von 3,82 Meter stieg.“ 2010 wurde dann der Betriebsplan des Nette-Rückhaltebeckens  verändert. Im Mai 2013 wurde Rhüden bei einem Pegelstand von über 3,50 m wieder bis in den Johannesweg überflutet. Allem Anschein nach hat das Rückhaltebecken Rhüden den Anwohnern keinen Hochwasserschutz gebracht. Im Gegenteil: die Hochwasser in Rhüden sind noch höher ausgefallen als in den Jahren davor! Dennoch scheut sich der Nette-Ausbauverband nicht, den Einwohnern von Rhüden und Bornhausen Verbesserungen im Hochwasserschutz zu versprechen!

Abgesehen davon, dass mögliche Alternativen weder technisch noch finanziell ernsthaft geprüft wurden, fällt das Urteil der beiden Umweltverbände über die eingereichten Planunterlagen einhellig und verheerend aus. Die 2008 begonnene Planung ist mindestens in zwei Aspekten völlig ungenügend bzw. fehlerhaft und damit inakzeptabel: einerseits im Hinblick auf die naturschutzrechtlichen Belange, andererseits auf die Betrachtung und Bewertung der geotechnischen Verhältnisse.

Besonders kritisch sind die fehlerhaften Berechnungen zur Naturschutzbilanz und die durch den Bau der Talsperre gegebene Gefährdung der Groppe zu sehen. Dieser Fisch kommt in der Schildau noch vor und ist als FFH-Art nach europäischem und deutschem Recht geschützt. In Niedersachsen steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Für die Groppe sind bereits kleinste technische Bauwerke unüberwindliche Wanderhindernisse. Die Barrierewirkung eines Staubauwerks in der Schildau würde ihre Überlebenschancen in diesem Fluss massiv negativ beeinträchtigen. Zu diesem Punkt fehlen in den Planunterlagen detaillierte artenschutzrechtliche Prüfungen, die auch den ökologischen Zusammenhang von Schildau und Nette betrachten und analysieren.

Aber nicht nur für Flora und Fauna werden die möglichen Auswirkungen zu wenig betrachtet, auch für die Anwohner können die unzureichenden Untersuchungen gefährlich werden. So weist die geotechnische Untersuchung grobe Mängel auf und ist als Planungsgrundlage nicht geeignet. Der als Dichtung vorgesehene Auelehm weist nach den eigenen Prüfergebnissen des Ingenieurbüros für eine solche Funktion unzureichende Eigenschaften auf. Die größte Gefahr birgt jedoch die unterlassene Untersuchung des Volleinstaus auf den südlichen Hang des Beckens. Für Bornhausen wird damit billigend in Kauf genommen, dass ein Böschungsversagen zu einem Abgleiten großer Erdmassen in das gefüllte Becken oder auf das Sperrwerk führen kann – mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Unterlieger.

Darüber hinaus ist das von den Ingenieuren erstellte hydraulische Untergrundmodell zu klein dimensioniert – es orientiert sich offensichtlich nur an der Ausdehnung des Staubauwerks sowie an morphologischen Merkmalen. Da der Grundwasserleiter aber großflächig aus gut durchlässigem Kies besteht, sind aus hydraulischer Sicht Auswirkungen eines Einstaus im Hochwasserrückhaltebecken noch im großen Umkreis um den Planungsbereich zu erwarten, vor allem Richtung in Bornhausen. Damit sind aber auch keine aussagekräftigen Prognosen zum Wasserstand und zur Vernässungsgefährdung der Ortschaft möglich. Dazu Dr. Friedhart Knolle vom BUND, selbst Geologe: „Nach den in den Planunterlagen aufgezeigten Rahmenbedingungen wird sich der Grundwasserspiegel deutlich ausdehnen. Eine Auswirkung bis in den Bereich der Bebauung ist nicht auszuschließen – unverständlich, dass dies nicht erkannt worden sein soll.“ Die Einwohner von Bornhausen sind damit von der Planung massiv betroffen.

Auch die Planung des Bauwerks selbst weist Mängel auf. Da sie zudem auf den Ergebnissen des Baugrundes fußt, wird auch hier eine weitere Anpassung und Neuberechnung unumgänglich sein.

Anl. Fotos frei mit dieser PI:

Blick in den Talabschnitt der Schildau, der dem Rückhaltebecken geopfert werden soll. Foto Sven Ladwig.

Die Groppe, auch Mühlkoppe genannt, kommt in der Schildau noch vor. Sie ist ein streng geschützter Fisch unserer naturnahen Fließgewässer, der durch das Hochwasserrückhaltebecken massiv beeinträchtigt würde. Hier ein weibliches Fischexemplar mit Eiern. Foto Stefan Meyer.

 

 


PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 33/18| 12. Juni 2018

________________________________________________________________

NABU Tour de Natur: Waldbereisung im „Urwald“

________________________________________________________________

Goslar/Wolfshagen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V. hat am

Donnerstag, 21 Juni 2018 ab 15:30 Uhr

 

eine interessante Spazierfahrt um Wolfshagen (Langelsheim), zusammen mit den Niedersächsischen Landesforsten Seesen, geplant. Wir wollen mit dem Trecker und Anhänger in den Forst fahren.

Revierförster Rainer Hoffmeister, der Waldökologe Dr. Michael Lücke und Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar wollen sie auf eine sehr interessante Rundfahrt über das Gelände des naturbelassenen „Urwaldes“ bei Wolfshagen, mitnehmen.

Die Niedersächsischen Landesforsten haben dort, im Rahmen ihres LÖWE – Projektes, die Umwandlung der Nadelholzwälder in einen naturnahen Mischwald begonnen. Gut 30 Jahre läuft dieses Projekt bereits.

Wir wollen uns zeigen lassen, welch Ergebnisse bisher vorzuweisen sind, was sich in diesem Umfeld Gutes getan hat und wie es weiter gehen wird.

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Führung. Vergessen sie ihren Fotoapparat nicht und evtl. auch ihr Fernglas.

Gutes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung wird sehr nützlich sein.

 

Wir treffen uns ab 15:00 Uhr auf dem Sportplatz Wolfshagen.

 

Diese Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.

Wir empfehlen, sich im NABU Büro für diese Tour anzumelden. Es ist leider nur eine begrenzte Zahl von Sitzplätzen vorhanden.

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492   Mobil: 0170 3803985

info@nabu-goslar.de   oder   w.moldehn@nabu-goslar.de

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 

 

 




Foto: Blaumeise / NABU Kathy Buescher
Foto: Blaumeise / NABU Kathy Buescher

PRESSEMITTEILUNG |NABU SÜDOST-NIEDERSACHSEN | NR 12/18|25.MAI 2018

________________________________________________________________

Garten / Vögel

Gründungstournee: „Der NABU kommt“ nach Clausthal-Zellerfeld

Auftaktveranstaltung am 6. Juni mit Gartenvogelvortrag und vielen Infos

________________________________________________________________

Clausthal-Zellerfeld – Am Mittwoch, 6. Juni, geht es weiter: Um 19 Uhr wird der NABU in Clausthal Zellerfeld, in den Räumlichkeiten der TECLA, Burgstätter Str.6, die erste Veranstaltung zur Vorbereitung der Gründung einer neuen NABU-Gruppe durchführen. Nach zwei erfolgreichen Gruppengründungen im Landkreis Goslar kommt der NABU jetzt auch nach Clausthal-Zellerfeld: Im Rahmen seiner sehr erfolgreichen Gründungstournee "Der NABU kommt", in deren Folge in den letzten Jahren bislang 18 neue Gruppen des Naturschutzbundes in der Region Oldenburg gegründet wurden, soll nun auch in Clausthal-Zellerfeld der erste Aufschlag gemacht werden.

 

"Der NABU Goslar wurde vor gut 35 Jahren im Oberharz gegründet, wir haben dort viele Mitglieder und möchten wieder vor Ort ansprechbar sein“ sagt Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar. Der NABU verzeichnet einen starken Zulauf und hat in Südostniedersachsen, zwischen Sankt Andreasberg und Gifhorn, mittlerweile mehr als 13.000 Mitglieder. In den letzten Jahren sind in Niedersachsen weitere Gruppen an verschiedenen Orten gegründet worden - insgesamt gibt es 190 in Niedersachsen -, die "modern und entschlackt und ohne überflüssige Vereinsmeierei" arbeiten, wie Rüdiger Wohlers, Leiter der Gründungstournee „Der NABU kommt“ betont, "sie sind keine eingetragenen Vereine, sondern selbstständige Gruppen vor Ort, die in ihrer Arbeit von der hauptamtlichen Mitarbeiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen in Salzgitter und dem NABU Goslar nach Kräften unterstützt werden", erläutert Wohlers das bundesweit beachtete Erfolgskonzept, das bereits sehr viele neue ehrenamtliche Aktive zum NABU gebracht hat.

 

Zur Auftaktveranstaltung des NABU wird Rüdiger Wohlers einen reich bebilderten Vortrag "Heimische Gartenvögel - was kann ich für sie tun?" halten, in dem er die Lebensweise zahlreicher Gefiederter ebenso darstellen wird wie die Möglichkeiten, im eigenen Garten oder Kleingarten kleine Archen zu schaffen - von Nistkästen bis Winterfütterung bis zu vogelgerechter Gartengestaltung, aber auch zu Veränderungen und Bedrohungen in der Landschaft und durch den Klimawandel. Dabei wird er auch auf die Gründungsgeschichte des bereits 1899 gegründeten NABU und seine aktuelle Arbeit eingehen.

 

Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar und Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle, werden die erfolgreiche und sehr facettenreiche NABU-Arbeit in Südostniedersachsen und insbesondere im Landkreis Goslar vorstellen und mögliche Aktivitäten der künftigen NABU-Gruppe Clausthal-Zellerfeld umreißen. Dabei sollen auch bereits örtliche, für Clausthal-Zellerfeld interessante Naturschutzthemen gesammelt werden. Darüber hinaus werden Termine für weitere NABU-Veranstaltungen in Clausthal-Zellerfeld bekannt gegeben. "Ich bin guter Dinge, dass wir schon bald in Clausthal-Zellerfeld die nächste NABU-Gruppe gründen werden", gibt sich Wohlers zuversichtlich.

 

Bei Fragen können Sie sich an die NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen unter Tel.: 05341-902 77 16 wenden.

 

Hinweise an die Redaktionen:

Foto anbei: Freigabe zum einmaligen, kostenfreien Abdruck bei Bezug auf diesen Pressetext und unter Nennung der Bildautorin: NABU/Kathy Büscher. 

 

-------------------------------------------------------------------------

NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen

Marlies Gräwe

Kurt-Schumacher-Ring 4, 38228 Salzgitter

Telefon: 05341-9027716

E-Mail: Marlies.Graewe@NABU-niedersachsen.de

www.NABU-suedostniedersachsen.de

Redaktion: Marlies Gräwe

 

Pressemitteilungen an- oder abmelden: https://www.nabu-suedostniedersachsen.de/presse/

 

 


Foto: Admiral / NABU Marlies Gräwe
Foto: Admiral / NABU Marlies Gräwe

PRESSEMITTEILUNG |NABU SÜDOST-NIEDERSACHSEN | NR 16/18|31.MAI 2018

________________________________________________________________

Natur / Insekten

NABU-Treffen in Langelsheim

Thema sind Insekten und Naturschutzarbeit im NABU

________________________________________________________________

Langelsheim – Am Dienstag, 5. Juni, lädt die neu gegründete NABU-Gruppe in Langelsheim zur nächsten Veranstaltung ab 19 Uhr in das Gemeindehaus Sankt Andreas, Seesener Straße 9, ein. Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen wird an dem Abend insbesondere die NABU-Mitmachaktion ‚Insektensommer‘, aber auch den Aufbau des NABU, seiner Naturschutzarbeit und zahlreichen Aktionen in den Fokus rücken.

 

Es gibt viel zu erfahren über die praktische Naturschutzarbeit vor Ort auf der Streuobstwiese, über den internationalen Natur- und Artenschutz, wie dem Einsatz für den vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden, oder die Arbeit der Naturschutzjugend NAJU, der Jugendorganisation des NABU.

 

„Wir werden aber auch unsere Citizen-Science-Aktionen vorstellen“, fügt Marlies Gräwe hinzu. Der NABU ruft vom 1. bis zum 10. Juni deutschlandweit dazu auf, Marienkäfer, Admiral und Co. zu beobachten und dem NABU zu melden. Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für unser Ökosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. „Mit der neu gegründeten NABU-Gruppe in Langelsheim hoffen wir auf viele Teilnehmer, die diese Aktion mit Begeisterung unterstützen“, ergänzt Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar.

 

Wie die Aktion funktioniert, warum der NABU dazu aufruft und viele weitere Informationen zur Naturschutzarbeit des NABU sollen an dem Abend dargelegt werden. Das Treffen ist für alle an aktiver Naturschutzarbeit Interessierten offen und besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig“,  erläutert Marlies Gräwe.

 

Für Rückfragen:

Marlies Gräwe, NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen

Telefon: 05341.902 77 16, E-Mail: info@NABU-Suedostniedersachsen.de

 

Hinweise an die Redaktionen:

Foto anbei: Freigabe zum einmaligen, kostenfreien Abdruck bei Bezug auf diesen Pressetext und unter Nennung der Bildautorin: NABU/Marlies Gräwe 

 

-------------------------------------------------------------------------

NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen

Marlies Gräwe

Kurt-Schumacher-Ring 4, 38228 Salzgitter

Telefon: 05341-9027716

E-Mail: Marlies.Graewe@NABU-niedersachsen.de

www.NABU-suedostniedersachsen.de

Redaktion: Marlies Gräwe

 

 

Pressemitteilungen an- oder abmelden: https://www.nabu-suedostniedersachsen.de/presse/


PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 32/18| 15. Mai 2018

________________________________________________________________

NABU Tour de Flur:  Sonntagsspaziergang über Biotope in Bredelem

 

Goslar/Bredelem. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V.,das Niedersächsische Landvolk und die Untere Naturschutzbehörde hat am

          Sonntag, 03 Juni 2018 ab 10:30 Uhr

einen interessanten Spaziergang in Bredelem (Langelsheim)geplant.

Christian Scherb vom Landvolk, Rainer Schlicht von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Goslar und Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar wollen sie auf einen sehr interessanten Rundgang über das Gelände des Biotops an der Innerste, am Südwestrand von Bredelem, mitnehmen. Der NABU wird auf dem 2017 erworbenen Gelände ein Naturschutzgebiet ganz besonderer Art schaffen. Das EU geförderte Life-Projekt BOVAR soll Amphibien wieder ein ungestörtes Zuhause geben. Die Umwidmung zu einem Naturschutzgebiet ist im vollen Gange.

Das NABU-Amphibienprojekt bei Bredelem

In stillgelegten Kiesgruben bei Bredelem, zehn Kilometer nordwestlich von Goslar, lebt der streng geschützte Kammmolch. Die ehemaligen Kiesflächen bieten ihm ein Mosaik an amphibienfreundlichen Lebensräumen: Stillgewässer mit Rohrkolbenbeständen, Rohbodenbereiche und steinige Hänge, artenreiche Baumhecken, brackige, trockene sowie feuchtnasse Bereiche und kleinere Tümpel. Wegen ihres hohen naturschutzfachlichen Wertes gehören die Kiesflächen jetzt zum angrenzenden Naturschutzgebiet „Mittleres Innerstetal mit Kanstein“.

Nicht nur der Kammmolch hat hier einen hochwertigen Rückzugsraum entdeckt, auch Wasserfrosch, Grasfrosch, Erdkröte und Teichmolche sind bereits eingewandert. Mit ihrer Standortvielfalt bieten die Kiesgruben große Möglichkeiten für den Aufbau eines artenreichen Naturparadieses in NABU-Obhut; eine Chance, die wir unbedingt ergreifen wollten.

Für die Entwicklung der Refugien haben der NABU Niedersachen, die NABU-Gruppe Goslar und die Naturschutzbehörde des Landkreises Goslar bereits detaillierte Pläne entwickelt.

In einem ersten Schritt sollen zusätzliche Laichgewässer für verschiedene Amphibienarten angelegt werden. Als Ergänzung sind hochwertige Winterquartiere für Amphibien geplant, um eine Wanderbewegung über viel befahrene Straßen von vornherein unnötig zu machen. Zur langfristigen Pflege der angelegten und sanierten Gewässer ist eine extensive Beweidung in Vorbereitung. Die Weidetiere werden auf insgesamt 18 Hektar auch Grünländereien im Naturschutzgebiet Innerstetal pflegen, die den Amphibien im Sommer Lebensraum bieten.

Die weitere Besiedlung der Kiesflächen durch Amphibien aus der direkt angrenzenden Innersteaue ist sehr wahrscheinlich. Der Kammmolch ist bereits nachgewiesen. Der Nachweis der Geburtshelferkröte erfolgte zuletzt 1990. Der aktuelle Status ist aufgrund der schwierigen Erfassbarkeit und der schlechten Zugänglichkeit des Gebiets unklar. Doch es bestehen gute Hoffnungen, dass sich hier noch die letzten Geburtshelferkröten im Innerstetal befinden. Geeignete Sommerlebensräume sind vorhanden, nun könnten die noch fehlenden Laichgewässer geschaffen werden. Das Biotop ist auch ideal für die Wiederansiedlung der Gelbbauchunke, die bis 1993 hier ihr letztes Refugium am nördlichen Harzrand hatte.

Von den geplanten Schutzmaßnahmen profitieren auch Vogelarten wie Schwarzstorch und Rotmilan durch eine verbesserte Nahrungsgrundlage. Darüber hinaus können wir hochwertige Bruthabitate für die ansässige Feldlerche und andere Wiesenbrüter, wie beispielsweise den Kiebitz schaffen. Der Eisvogel kann in vorhandenen steilen Abbruchkanten seine Bruthöhlen bauen und der Mittelsäger profitiert von der Sicherung des Stillgewässers.

Der NABU Goslar wird die notwendige Betreuung der Amphibienhabitate langfristig übernehmen und schützt bereits jetzt mit Pflegemaßnahmen wichtige Offenlebensräume vor der Verbuschung.

Der Erwerb der ehemaligen Kiesflächen war für ihren Erhalt grundlegende Voraussetzung. Nur so können wir das Refugium für bedrohte Arten auf Dauer bewahren und nur so ist die Umsetzung der Amphibienschutzmaßnahmen durch den NABU Niedersachsen möglich. Deshalb kaufte die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe die ehemalige Kiesgrube.

Die Erwerbskosten betrugen 23.000 Euro - für neun Hektar. Für die Finanzierung benötigen wir jetzt auch weiterhin die Hilfe vieler Naturfreunde. Darum bitten wir auch Sie um eine Spende.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende! Sie schaffen so dauerhaft geschützte NABU-Biotope, in denen Kammmolch, Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke wieder eine sichere Heimat finden.

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Führung und freuen uns auf anregende Gespräche zu Naturschutz und Landwirtschaft. Vergessen sie ihren Fotoapparat nicht und evtl. auch ihr Fernglas.

Gutes Schuhwerk wird sehr nützlich sein. Wir treffen uns am Ende des Dörntener Weges im Bereich der Innerstenfurth. Eine Beschilderung wird ab der Kreuzung L515 Palandsmühlenweg erfolgen.

Wir werden eine Strecke von ca. 3 KM zurücklegen, für die, die schlecht zu Fuß sind stehen Trecker und Wagen bereit.

Diese Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.

Im Anschluss an diese Veranstaltung lädt das Landvolk zu einem kleinen Imbiss ein.

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

info@nabu-goslar.de   oder   w.moldehn@nabu-goslar.de

 

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de



Foto: NABU / Wolfgang Moldehn
Foto: NABU / Wolfgang Moldehn

PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 31/18| 15. Mai 2018

________________________________________________________________

NABU NachtTour:  Abendspaziergang über die Streuobstwiesen und Biotope

________________________________________________________________

Goslar/Döhren. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V. hat am

                       Samstag, 26 Mai 2018 ab 20:30 Uhr

einen interessanten Abendspaziergang in Döhren (Liebenburg)

geplant.

Annika Schröder und Wolfgang Moldehn wollen sie auf einen sehr interessanten Rundgang über das Gelände der ehemaligen Eisenerzgrube Fortuna, in Groß Döhren (Liebenburg), mitnehmen. Der NABU hat auf dem 1990 erworbenen Gelände ein Naturschutzgebiet ganz besonderer Prägung geschaffen.

Die zwei über 30 m hohen Bergwerkstürme geben dem Gelände eine ganz besondere Prägung, ca. 160 Obstbäume, seltener alter Obstsorten bilden mit Walnussbäumen, Linden, Bienenbäumen und vielen anderen Sträuchern und Bäumen ein ganz besonderes Refugium. Hier weiden wieder die tollen Galloway Rinder aus Liebenburg. Schafe beweiden die daneben liegenden § 30 Biotope und Bienen eines Altenauer Bienenzüchters unterstützen die vielen ortsansässigen Hummeln und Solitärbienen. Die Obstbäume haben wunderbar geblüht und die Büsche, Gräser und Blumen stecken ihre Köpfe heraus. Der Uhu wird uns hoffentlich wieder von seinem Hochsitz aus beobachten und die Fledermäuse sausen über unsere Köpfe. Annika bringt ihren Fledermaus Detektor mit und dann können wir sie auch hören.

Es gibt auch etwas zu sehen und zu hören über die Bergbaugeschichte der alten Eisenerzgrube Fortuna und die dann anschließende Umwidmung zu einem Naturschutzgebiet.

Wir wollen den dort brütenden Uhu, Neuntöter, die Fledermäuse und die vielen anderen Vögel und Tiere nicht stören, aber dennoch dieses wunderbare Ambiente am Abend genießen. Bei der Gestaltung des geplanten „Artenschutzturms“, in dem mächtigen, eckigen „Konzentratturm, sind wir auch ein Stück weitergekommen und hoffen sie bringen schönes Wetter mit – bestellt haben wir es.

 

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Führung. Vergessen sie ihren Fotoapparat nicht und evtl. auch ihr (Nacht-)Fernglas.

Gutes Schuhwerk wird sehr nützlich sein. Wir treffen uns auf dem Parkplatz Fortuna, am Ende des Weissen Weges aus Richtung Ortsende Groß Döhren.

Diese Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten..

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

info@nabu-goslar.de   oder   w.moldehn@nabu-goslar.de

 

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de


Foto: Störmer / Wildkatze
Foto: Störmer / Wildkatze

Wildkatzen, eine bedrohte Tierart im Harzvorland

________________________________________________________________

Goslar/Bad Harzburg. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V., mit ihrer Ortsgruppe in Bad Harzburg hat am

 

            Donnerstag, 17 Mai 2018 ab 15:00 Uhr an der                                Marienteichbaude, Bad Harzburg

 

den Besuch des NABU Wildkatzengeheges und einen Spaziergang über den Wildkatzenstieg, zurück nach Bad Harzburg, geplant.

Das BUND Projekt Wildkatzensprung, der Wildkatzenstieg und das neue NABU Wildkatzengehege an der Marienteichbaude sind sicherlich zusammen immer einen Besuch wert.

 

Am 19. April 2018 hatten wir ihnen das gelungene Projekt „Wildkatzensprung“, im Haus der Natur, vorgestellt.

Nun wollen wir zu den Wildkatzen und ihrem Nachwuchs an der Marienteichbaude kommen.

Seit rund 70 Jahren sind Wildkatzen unter Schutz gestellt und die Jagd auf sie ist verboten. Die Wildkatze ist eine der seltensten einheimischen Säugetierarten und durch internationale Abkommen, wie dem Washingtoner Artenschutzabkommen, der Berner Konvention und der europäischen Fauna-Flora-Habitatrichtlinie streng geschützt. In der Roten Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands wird die Wildkatze in Niedersachsen als „stark gefährdet“ eingestuft. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) engagiert sich bereits seit 2004 mit seinem Projekt ,,Ein Rettungsnetz für die Wildkatze" für den Schutz der scheuen Samtpfoten und der Vernetzung ihrer Lebensräume. Nachdem die Landesverbände des BUND Thüringen, Hessen und der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) das Projekt erfolgreich gestartet hatten, folgte im Jahr 2007 der BUND in Niedersachsen, um das Rettungsnetz zu unterstützen. Dieses Rettungsnetz sieht vor, die Population der Wildkatzen zu erhöhen, indem die isolierten Wälder durch Waldwege und Brücken verbunden werden.

Mit dem Projekt "Wildkatzensprung" setzt der BUND die Vision eines deutschlandweiten Waldverbundes zum Schutz von in Wäldern lebenden bedrohten Tierarten weiter um. In den Jahren 2012 bis 2014 entstehen deutschlandweit fünf grüne Korridorverbindungen und eine Waldaufwertung, die Wildkatze & Co Schutz bei der Wanderung bieten und ihre Populationen sichern. In Niedersachsen liegt der Fokus im Landkreis Hildesheim. In dessen südlichen Waldgebieten wurden in den letzten Jahren vermehrt Wildkatzen nachgewiesen. Die für Wildkatzen geeigneten Wälder im Landkreis sind momentan voneinander isoliert: durch Äcker, Siedlungen und Straßen. Außerdem werden die sehr hochwertigen Böden in der Region intensiv landwirtschaftlich genutzt und weisen einen entsprechend geringen Strukturreichtum auf. Deshalb ist es hier eine besondere Herausforderung, Wanderkorridore zu schaffen. Ziel ist es, eine stabile Wildkatzenmetapopulation in den vernetzten Waldgebieten der Region zu etablieren und mit den schon vorhandenen Populationen im Harz und Solling zu verbinden. Langfristig sollen die isolierten Waldgebiete Hainberg, Hildesheimer Wald, Vorholz, Osterwald, Sackwald, Harplage, Heber, Hils und Ith durch Pflanzung von grünen Korridoren miteinander vernetzt werden, um so die Wanderbewegungen der Wildkatze zu fördern.

Andrea Krug berichtete von diesem Projekt und wird nun von Angela Weishaupt vom NABU Wildkatzengehege, an der Marienteichbaude

(B 4), praktisch unterstützt. Frau Weishaupt zeigt uns „ihre“ Wildkatzen, bei der Fütterung, in voller Aktion. Vielleicht haben wir auch etwas Glück und die „neuen“ Bewohner, fünf kleine Katzenbabys, stellen sich vor.

Wir sind sehr gespannt auf ihre abwechslungsreichen Vorführungen, die anschließenden Erklärungen im Infocenter und den wunderbaren Spaziergang zurück nach Bad Harzburg – natürlich über den neuen Wildkatzenstieg.

Die durstigen und hungrigen können sich auch gerne in der Marienteichbaude verköstigen lassen.

Wir wollen uns ab 14:45 Uhr vor dem Gehege treffen, um pünktlich bei der Fütterung dabei zu sein.

 

Wer mit dem Bus (KVG Line 820) fahren will und dann hinunter Wandern (ca. 7,3 km) möchte, hier eine Empfehlung:

Bad Harzburg, Seilbahn ab:           14:22 Uhr      Marienteichbaude an:         14:33 Uhr

Marienteichbaude ab                    16:23 Uhr      Bad Harzburg an ca.           16:30 Uhr

                                                 17:23 Uhr                                             17:30 Uhr

Bringen sie ihr Fernglas und den Fotoapparat ruhig mit und achten sie bitte auch auf das richtige Schuhwerk und die angemessene Wanderkleidung.

Der Eintritt zur Fütterung kostet 4.50 €, für NABU Mitglieder 4 €.

Die geführte Wanderung ist kostenfrei. Über eine Spende würden wir uns freuen.

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

w.moldehn@nabu-goslar.de

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 

 


PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar e. V. | NR 28/18| 01. Mai 2018

________________________________________________________________

„Nachhaltige, ökologische Gartengestaltung ohne Torf“

________________________________________________________________

Goslar/Langelsheim. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V. hat am

 

            Dienstag, 08 Mai 2018 ab 19:00 Uhr einen interessanten Vortrag in Langelsheim geplant.

 

NABU Moorschutzexpertin Dr. Mona Gharib ist in Langelsheim.

„Nachhaltige, ökologische Gartengestaltung ohne Torf“ wird ihr Thema sein.

Insbesondere für Hobby- und Kleingärtner ist dies ein interessantes Thema, denn ausgelaugte Böden können ohne Kunstdünger regeneriert werden. Auch die Gartensaison ist ohne den Einsatz von Torf oder torfhaltigen Erden möglich.

Um dieses interessante Thema aufzugreifen, haben wir am Dienstag,

08.Mai 2018. ab 19:00 Uhr die Nabu- Expertin Dr. Mona Gharib

In das Gemeindezentrum St. Andreas, Langelsheim, Seesener Str. 5                        

eingeladen.

An diesem Abend wird sie zwei Vorträge referieren. Zum einen Gärtnern ohne Torf, welche Torfersatzstoffe gibt es und was ist in einem Sack Blumenerde eigentlich enthalten?  Hierbei geht es auch um die Bedeutung unserer Moore für das Klima und die Biodiversität. In einem zweiten Vortrag geht es um einen ganz speziellen Torfersatzstoff „Terra Preta“, portugiesisch für Schwarze Erde. Hierzu hat Frau Dr. Mona Gharib in der Vergangenheit einige Versuche im Rahmen von mehrjährigen Projekten erfolgreich durchgeführt und berichtet über Ihre Erfahrungen.  Die Herstellung, die Einsatzmöglichkeiten und auch die Vorsichtsmaßnahmen der Terra Preta werden dargestellt.

Es geht weiterhin um die Frage, wann der Einsatz der Terra Preta Sinn macht und unter welchen Bedingungen er vertretbar ist.

 

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreichen Vorträge.

Diese Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten..

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

info@nabu-goslar.de   oder   w.moldehn@nabu-goslar.de

 

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de


Foto: Sperrlutter / Thomas Appel
Foto: Sperrlutter / Thomas Appel

Presse-Information

 

------------

Was lebt im Bach?

------------


Sankt Andreasberg. Am 27. April 2018 lädt das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg zu einem Vortrag mit Exkursion zum Thema „Was lebt im Bach? - Über das Innenleben unserer Fließgewässer“ ein.

 

Nach einem rund einstündigen Vortrag des Biologen Dr. Claus-Jürgen Schulz aus Bad Sachsa geht es dann per Fahrgemeinschaften auf eine kleine Exkursion an die Sperrlutter, wo mit dem Kescher die Theorie in der Praxis geprüft werden kann. Los geht’s 15 Uhr im Nationalparkhaus.

 

Die Veranstaltung ist besonders auch für Familien mit Kindern geeignet und natürlich für alle anderen, die an der Natur interessiert sind.

 

Anmeldung unter 05582 923074. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden für das Haus sind jedoch willkommen. Wer am Bach selbst aktiv dabei sein will, braucht Gummistiefel.

 

Anl. Foto der Sperrlutter von Thomas Appel frei mit dieser PI.

 

 

Mit freundlichem Glück Auf
Im Auftrage
Dr. Friedhart Knolle, Nationalpark Harz
Presse, Marketing & Regionalentwicklung
Lindenallee 35, 38855 Wernigerode
Tel. 03943/5502-32 & 0170/22 09 174
E-Mail info@nationalpark-harz.de
http://www.nationalpark-harz.de
Ihre Spende hilft: http://www.gfn-harz.de
PC-Fax: 03 222 98 440 84


Foto: Fortuna Turm / W. Moldehn
Foto: Fortuna Turm / W. Moldehn

PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 26/18| 21. April 2018

________________________________________________________________

Sonntagsspaziergang über die Streuobstwiesen und Biotope

________________________________________________________________

Goslar/Döhren. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V. hat am

            Sonntag, 29 April 2018 ab 10:00 Uhr einen interessanten Spaziergang in Döhren (Liebenburg)

geplant.

Annika Schröder und Wolfgang Moldehn wollen sie auf einen sehr interessanten Rundgang über das Gelände der ehemaligen Eisenerzgrube Fortuna, in Groß Döhren (Liebenburg), mitnehmen. Der NABU hat auf dem 1990 erworbenen Gelände ein Naturschutzgebiet ganz besonderer Art geschaffen.

Die zwei über 30 m hohen Bergwerkstürme geben dem Gelände eine ganz besondere Prägung, ca. 160 Obstbäume, seltener alter Obstsorten bilden mit Walnussbäumen, Linden und vielen anderen Sträuchern und Bäumen ein ganz besonderes Refugium. Hier weiden demnächst wieder die tollen Galloway Rinder aus Liebenburg. Schafe und Ziegen beweiden die daneben liegenden § 30 Biotope und Bienen eines Altenauer Bienenzüchters unterstützen die vielen ortsansässigen Hummeln und Solitärbienen. Die Kirschen haben angefangen zu blühen und die ersten Gräser und Blumen stecken ihre Köpfe heraus.

Es gibt auch etwas zu sehen und zu hören über die Bergbaugeschichte der alten Eisenerzgrube Fortuna und die dann anschließende Umwidmung zu einem Naturschutzgebiet.

Wir wollen den dort brütenden Uhu, Neuntöter, die Fledermäuse und die vielen anderen Vögel und Tiere nicht stören, aber dennoch dieses wunderbare Ambiente genießen. Bei der Gestaltung des geplanten „Artenschutzturms“, in dem mächtigen, eckigen „Konzentratturm, sind wir auch ein Stück weitergekommen und hoffen sie bringen schönes Wetter mit – bestellt haben wir es.

 

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Führung. Vergessen sie ihren Fotoapparat nicht und evtl. auch ihr Fernglas.

Gutes Schuhwerk wird sehr nützlich sein.

Diese Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten..

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

info@nabu-goslar.de   oder   w.moldehn@nabu-goslar.de

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de


Am Montag, 30. April 2018 ist das Verbändebüro geschlossen.


PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar e. V. | NR 27/18| 22. April 2018

________________________________________________________________

„Tour de Natur“ auf der Domäne Liebenburg

________________________________________________________________

Goslar/Liebenburg. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V. hat am

            Donnerstag, 03 Mai 2018 ab 15:00 Uhr eine interessante Feldrundfahrt über die Felder und Streuobstwiesen der Domäne (Liebenburg) geplant.

Herr von Schintling-Horny und der NABU Goslar wollen sie auf eine sehr interessante Rundfahrt über das Gelände der Domäne, (Liebenburg), die Streuobstwiesen, Äcker und Felder, mitnehmen.

 Von der Domäne Liebenburg aus wird für 3 Gesellschafter und zwei benachbarte Landwirte ein größerer Ackerbaubetrieb bewirtschaftet.

Der Betrieb erstreckt sich über drei Landkreise Wolfenbüttel; Goslar; Salzgitter und über 10 Gemarkungen: Altenrode; Gielde; Ohlendorf; Liebenburg; Heissum; Groß Döhren; Lüderode; Oelber; Groß Elbe, Beinum

Die Gesellschafterfläche erstreckt sich über 880,8 ha LN, plus Bewirtschaftungsvertrag über 108,1 ha LN,
insgesamt 988,9 ha LN, plus 6,8 ha Hecken und Wege, plus 4,3 ha Hoffläche

Die Domäne Liebenburg blickt auf eine fast 400-jährige Geschichte, mit Ursprung in der Landwirtschaft, zurück.

Die Pferdepension der Domäne Liebenburg, mit seinen vielen Schwalbenbrutkästen, ist besonders sehenswert.

Der Pferdestall wird als solcher schon über 180 Jahre genutzt. Die Boxen sind konkurrenzlos groß und hell
durch besonders große Fenster. Einige Pferde haben Boxen mit direktem Auslauf auf die Weide und können
den ganzen Tag den Kopf aus dem Fenster stecken. Sieben Weiden bzw. 6 ha Weide stehen den Pferden zur Verfügung.

 

Es ist sicherlich ungewöhnlich, dass ein derart großer landwirtschaftlicher Betrieb mit einem Natur- und Umweltverband kooperiert.

Wir sind in vielen Angelegenheiten durchaus sehr Kontrovers. Bei vielen Dingen haben wir unterschiedliche Betrachtungsweisen und Ansätze.

Nur – bei der Liebe zur Umwelt und Natur wollen wir dem Anderen seinen guten Willen und das Bemühen, die noch vorhandene Natur zu schützen, nicht absprechen. Wir verstehen durchaus die bestehenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines solchen Betriebes, wenn wir auch vieles, aus unserer Betrachtungs- und Sichtweiseweise, völlig anders sehen.

Ein Fortschritt in der Sache kann aber nur dann erreicht werden, wenn wir unsere Argumente austauschen und uns auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren.

Auf dieser Feldtour wollen wir auch über all dies sprechen und diskutieren. Vor Ort zu sehen wie und warum die Landwirtschaft, so und nicht anders handelt oder handeln kann ist von grundsätzlicher Bedeutung.

 

Treffpunkt ist am Donnerstag, 03 Mai 2018 ab 14.45 Uhr auf der Domäne Liebenburg, bei Lorenz von Schintling-Horny,

Poststraße 6, D-38740 Liebenburg

 

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Führung. Vergessen sie ihren Fotoapparat nicht und evtl. auch ihr Fernglas.

Gutes Schuhwerk wird sehr nützlich sein.

Diese Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten..

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

info@nabu-goslar.de   oder   w.moldehn@nabu-goslar.de

 

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de


Foto: Biener / Kreuzschnabel
Foto: Biener / Kreuzschnabel

PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar e. V. | NR 28/18| 22. April 2018

________________________________________________________________

Vogelstimmenwanderung Zwingerwall, Goslar

________________________________________________________________

Goslar. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V., führt am Sonntag, 06 Mai 2018 ab 9:00 Uhr, an den Wallanlagen Goslar die 4. Vogelstimmenwanderung 2018 durch.

Begleitet von Mathias Kumitz und Renate Hanusch wollen wir erkunden, was in diesem wunderbaren Refugium an Vögeln vorhanden ist.

Treffpunkt ist ab 8:45 Uhr Thomasstr. 2, Parkplatz vor dem Zwinger

Der entsprechenden Witterung angepasste Kleidung, ein Fernglas und eine Kamera wären sehr hilfreich. Wir sind ca. 1,5 – 2 Std. unterwegs

Die Veranstaltung ist kostenfrei, über eine kleine Spende würden wir uns freuen.

 

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Wanderung und hoffen auf rege Teilnahme.

Foto frei bei Nennung des Autors.

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

w.moldehn@nabu-goslar.de

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 

 


 Dr. Mona Gharib und Prof. Dr. Harm Glashoff in Langelsheim

„Naturnahe, nachhaltige, ökologische Gartengestaltung“ wird ihr Thema sein

 

Insbesondere für Hobby- und Kleingärtner ist dies ein interessantes Thema, denn ausgelaugte Böden können so wieder ohne Kunstdünger regeneriert werden.

Um dieses interessante Thema aufzugreifen, haben wir am

 

08.Mai 2018. ab 19:00 Uhr die zwei Experten  Prof. Harm Glashoff  und Dr. Mona Gharib

In das Gemeindezentrum St. Andreas, Langelsheim, Seesener Str. 5                         

 

eingeladen.

An diesem Abend wird in den Vorträgen über die Entstehung und die Bedeutung der Moore

für unser Klima diskutiert. Es geht weiterhin um die Frage, wann der Einsatz der Terra Preta Sinn

macht und unter welchen Bedingungen er vertretbar ist. Die Teilnehmer erfahren die Herstellungsmethoden und Anwendungsmöglichkeiten.

 

Herr Prof. Dr. Harm Glashoff wird darstellen wie sie ihren Garten naturnah und ökologisch vertretbar für Pflanzen und Tiere gestalten können. Sie erhalten Hinweise und Hilfen die ihren Garten in ein Naturparadies verwandeln können.


Foto: Störmer / Wildkatze
Foto: Störmer / Wildkatze

PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 25/18| 12. April 2018

________________________________________________________________

Wildkatzen, eine bedrohte Tierart im Harzvorland

________________________________________________________________

Goslar/Bad Harzburg. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V., mit ihrer Ortsgruppe in Bad Harzburg hat am

            Donnerstag, 19 April 2018 ab 19:00 Uhr im Haus der Natur, in Bad Harzburg

Andrea Krug und Angela Weishaupt zu Gast.

 

BUND Projekt Wildkatzensprung Seit rund 70 Jahren sind Wildkatzen unter Schutz gestellt und die Jagd auf sie ist verboten. Die Wildkatze ist eine der seltensten einheimischen Säugetierarten und durch internationale Abkommen, wie dem Washingtoner Artenschutzabkommen, der Berner Konvention und der europäischen Fauna-Flora-Habitatrichtlinie streng geschützt. In der Roten Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands wird die Wildkatze in Niedersachsen als „stark gefährdet“ eingestuft. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) engagiert sich bereits seit 2004 mit seinem Projekt ,,Ein Rettungsnetz für die Wildkatze" für den Schutz der scheuen Samtpfoten und der Vernetzung ihrer Lebensräume. Nachdem die Landesverbände des BUND Thüringen, Hessen und der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) das Projekt erfolgreich gestartet hatten, folgte im Jahr 2007 der BUND in Niedersachsen, um das Rettungsnetz zu unterstützen. Dieses Rettungsnetz sieht vor, die Population der Wildkatzen zu erhöhen, indem die isolierten Wälder durch Waldwege und Brücken verbunden werden.

Mit dem Projekt "Wildkatzensprung" setzt der BUND die Vision eines deutschlandweiten Waldverbundes zum Schutz von in Wäldern lebenden bedrohten Tierarten weiter um. In den Jahren 2012 bis 2014 entstehen deutschlandweit fünf grüne Korridorverbindungen und eine Waldaufwertung, die Wildkatze & Co Schutz bei der Wanderung bieten und ihre Populationen sichern. In Niedersachsen liegt der Fokus im Landkreis Hildesheim. In dessen südlichen Waldgebieten wurden in den letzten Jahren vermehrt Wildkatzen nachgewiesen. Die für Wildkatzen geeigneten Wälder im Landkreis sind momentan voneinander isoliert: durch Äcker, Siedlungen und Straßen. Außerdem werden die sehr hochwertigen Böden in der Region intensiv landwirtschaftlich genutzt und weisen einen entsprechend geringen Strukturreichtum auf. Deshalb ist es hier eine besondere Herausforderung, Wanderkorridore zu schaffen. Ziel ist es, eine stabile Wildkatzenmetapopulation in den vernetzten Waldgebieten der Region zu etablieren und mit den schon vorhandenen Populationen im Harz und Solling zu verbinden. Langfristig sollen die isolierten Waldgebiete Hainberg, Hildesheimer Wald, Vorholz, Osterwald, Sackwald, Harplage, Heber, Hils und Ith durch Pflanzung von grünen Korridoren miteinander vernetzt werden, um so die Wanderbewegungen der Wildkatze zu fördern.

Andrea Krug berichtet von diesem Projekt und wird von Angela Weishaupt vom NABU Wildkatzengehege, an der Marienteichbaude (B 4), unterstützt.

Wir sind sehr gespannt auf ihren abwechslungsreichen Vortrag.

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

w.moldehn@nabu-goslar.de

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 


Foto: NABU / M. Kumitz Schwalbenturm
Foto: NABU / M. Kumitz Schwalbenturm

PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 27/18| 12. April 2018

________________________________________________________________

NABU baut Schwalbenturm in Ohlhof

________________________________________________________________

Goslar / Ohlhof. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V., wird am

            Samstag, 14 April 2018 ab 10:00 Uhr in Ohlhof, Marktplatz, Ohlhofbreite.

einen „Schwalbenturm“ einweihen.

 

Im Goslarer Stadtteil Ohlhof haben die Mehlschwalben Wohnungsnot. Die kunstvoll aus Lehm und Erde erstellten Schwalbenester werden leider von Hausbesitzern entfernt oder werden durch Umwelteinflüsse abgängig und unbrauchbar. Die NABU Kreisgruppe Goslar wird an der Ohlhofbreite auf einem Privatgrundstück einen sog. „Schwalbenturm“ errichten, an dem Kunstnester angebracht sind. Außerdem wird an dem ca. 4 m hohen Turm genügend Platz bleiben, damit die Schwalben weiterhin eigene Nester bauen können. Das dafür benötigte natürliche Baumaterial, welches von den Vögeln nur noch schwer zu finden ist, wird ebenfalls vom NABU in Reichweite des Turmes angeboten.

 

Der Turm wird von einem hiesigen Tischlerbetrieb erstellt und unweit eines öffentlichen Gehweges aufgestellt. Die Ohlhöfer Bewohner können sich so ganz bequem das spannende und emsige Brutgeschehen der Schwalben ansehen. Eine Schautafel mit interessanten Informationen zu den Schwalben und deren Schutz wird das Vorhaben abrunden. Der NABU wird im weiteren Verlauf des Jahres Führungen zu dem Schwalbenturm anbieten.

 

Der NABU nimmt gerne noch Spenden für dieses Bauvorhaben entgegen, entweder zu den  Öffnungszeiten des NABU-Büros in der Petersilienstrasse 23 oder durch eine Überweisung auf das Konto des NABU Goslar: Volksbank Nordharz e. G., IBAN: DE73268900191044687700 , BIC: GENODEF1VNH, Stichwort „Schwalbenturm“ (Spenden an den NABU Goslar sind steuerlich absetzbar). Darüber hinaus wird ein Förderantrag an die BINGO-Umweltstiftung gestellt.

 

Der Schwalbenturm soll noch vor dem Wiedereintreffen der Schwalben aus ihrem südlichen Winterquartier in Ohlhof aufgestellt werden. „Die Ohlhöfer Stechmücken werden das nicht gerne hören, verfüttern die Schwalben im Laufe einer Brutperiode doch mehrere Tausend Insekten an ihre Jungvögel“, weist die Ohlhöferin und NABU-Mitglied Renate Hanusch auf einen praktischen Zusatznutzen des Turmes hin.

 

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Veranstaltung und hoffen auf rege Teilnahme.

Foto frei bei Nennung des Autors.

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Mathias Kumitz

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

w.moldehn@nabu-goslar.de

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 

 


Foto: Schwalbenturm / AGRARFOR
Foto: Schwalbenturm / AGRARFOR

Die NABU-Kreisgruppe Goslar und die Ohlhofer Vogelfreunde errichten einen Schwalbenturm in Ohlhof

 

Liebe Schwalbenfreundinnen und -freunde,

 

Mehlschwalben und Mauersegler gehören schon seit langer Zeit in unseren ländlichen Raum und wurden stets im Frühling als Boten des Glücks von der Bevölkerung willkommen geheißen. Unsere heimischen Mehlschwalben fanden seit dem Bau der Mietwohnungen der GWG in Ohlhof-Mitte unter den vorstehenden Dächern und 

Fensternischen ihre Nistmöglichkeiten. Zahlreiche Nester wurden im Laufe der Zeit leider abgeschlagen, sodass im vergangenen Jahr nur noch in 5 Nestern Jungvögel heranwachsen durften.

 

Für die Vogelfreunde ist das ein alarmierendes Zeichen!

 

Damit die Mehlschwalben sich wieder vermehren können, soll ein „Schwalbenturm“ aufgestellt werden. Dankenswerterweise hat sich Frau Elbin bereit erklärt, dass dieser Turm auf ihrem Grundstück im Liebermann Weg einen Platz findet. An diesem „Turm“ werden sich sowohl Kunstnester befinden als auch Platz für natürliche Nester gelassen.

 

 Außerdem soll eine Schautafel aufgestellt werden, damit sich die Ohlhofer Bürger über die Mehlschwalben und die Funktion des Turmes informieren können. Die Kinder der Ohlhofer Kindergärten sollen durch Führungen durch den NABU zu dem Turm ein besonderes Naturerlebnis erhalten.

 

Der Turm wird in der 2. Aprilwoche aufgestellt und am 14.April eingeweiht.

 

Der NABU möchte Sie zur Einweihung dieses besonderen „Bauwerkes“ einladen.

 

Samstag, 14. April 2018 ab 10:00 Uhr

Treffpunkt Marktplatz Ohlhof

 

Der NABU, die Schwalben und die Ohlhofer Vogelfreunde würden sich sehr über Ihren Besuch und auch eine Spende sehr freuen. Für Ihr leibliches Wohl wird gesorgt.

 

Mathias Kumitz                                                                                 Renate Hanusch

1. Vorsitzender

 

Spendenkonto: Volksbank Nordharz e.G. IBAN: DE73 2689 0019 1044 6877 00 BIC: GENODEF1VNH

Verwendungszweck: "Schwalbenturm"


Foto: Biener / Kreuzschnabel
Foto: Biener / Kreuzschnabel

PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 26/18| 12. April 2018

________________________________________________________________

Vogelstimmenwanderung Richenberger Spange / Haar, Astfeld

________________________________________________________________

Goslar / Langelsheim. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V., führt am

            Sonntag, 15 April 2018 ab 9:00 Uhr auf der Haar in Astfeld eine Vogelstimmenwanderung durch.

Begleitet von Mathias Kumitz und Renate Hanusch wollen wir erkunden, was in diesem wunderbaren Refugium an Vögeln und anderen Tier- und Pflanzenarten vorhanden ist.

Treffpunkt ist ab 8:45 Uhr die Strasse / der Weg „Am Haaranger“ zwischen der Firma Elektro Olbricht und der Gaststätte Harzer Stuben (Abfahrt Astfeld von der B 82, ca. 200 m südlich, vor der Eisenbahnbrücke).

Der entsprechenden Witterung angepasste Kleidung, ein Fernglas und eine Kamera wären sehr hilfreich. Wir sind ca. 1,5 – 2 Std. unterwegs

Die Veranstaltung ist kostenfrei, über eine kleine Spende würden wir uns freuen.

 

Wir sind sehr gespannt auf diese abwechslungsreiche Wanderung und hoffen auf rege Teilnahme.

Foto frei bei Nennung des Autors.

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)           

Kreisgruppe Goslar e. V.                                 

- Der Vorstand –    

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

w.moldehn@nabu-goslar.de

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 

 


PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar | NR 22/18| 26. MÄRZ 2018

________________________________________________________________

NABU Kreisgruppe Goslar organisiert Rehkitzrettung

Mittwoch, den 04. April 2018, ab 19 Uhr, im Kreishaus des Landkreises Goslar, Raum: 0102

________________________________________________________________

Goslar. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Kreisgruppe Goslar e.V., die Jägerschaft und die Landwirte im Landkreis Goslar wollen keine toten Kitze mehr hinnehmen.

Jedes Jahr verlieren viele Rehkitze, Hasen, Rebhühner und auch andere Tiere ihr Leben bei den Mäharbeiten auf den Wiesen und Feldern.

Es ist schon schlimm genug, wenn so viele Tiere im Straßenverkehr ihr Leben lassen müssen. Dazu kommen jedes Jahr wieder eine Vielzahl von Rehkitzen, die beim Mähen nicht bemerkt werden und so immer wieder in das Mähwerk geraten. Der Anblick dieser Geschöpfe ist dann grauenhaft und kaum zu ertragen. Man redet im Landkreis Goslar von über 100 Tieren, die allein hier grausam sterben müssen.

Das belastet jeden, der dann damit zu tun hat. Keiner will es, aber oftmals kann es nicht vermieden werden.

Jetzt gibt uns die Technik allerdings ein Instrument in die Hand, mit dem wir Vieles verhindern können.

Die kleinen Kopter, auch Drohnen genannt, können in Verbindung mit hochauflösenden Kameras und hochentwickelten Wärmebildkameras dieses Problem weitgehend lösen. In Mecklenburg-Vorpommern und in Teilen Bayerns wird dieses System zur Wildtierrettung schon erfolgreich eingesetzt. Mit Hilfe der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Goslar wollen die Jägerschaft, die Landwirte und die Naturschutzorganisation NABU versuchen hier ein Projekt zur Rettung der bedrohten Kitze, im Landkreis Goslar, aufzubauen.

Auch der Tierschutzverein Goslar und Umgebung will sich mit in dieses Projekt einbringen.

Seit dem die Projektbeteiligten sich darauf geeinigt haben hier ernsthaft etwas zu unternehmen wächst die Anzahl der Menschen, die sich

  • in welcher Form auch immer – mit dieser Aufgabe identifizieren und etwas zur Realisierung beitragen wollen.

Wir sind dankbar für jeden der uns hier unterstützt. Sei es durch sein persönliches Engagement, seine Hilfe durch Sach- oder Geldspenden oder in dem sie oder er seine Verbindungen / Kontakte für dieses Projekt nutzt.

Wir suchen auch noch Helfer, die bereit sind sich zum Kopterpiloten ausbilden zu lassen oder die schon Erfahrung beim Fliegen mit Drohnen gesammelt haben. Wir suchen auch viele Helfer, die nach Anweisung des Piloten die Stellen markieren, an denen ein Kitz von der Rehmutter abgelegt wurde. Dies wird sich immer in den frühen Morgenstunden, ab ca. 4 Uhr, oder an den späten Abendstunden abspielen.

Ein Suchteam wird sich immer aus 4 – 8 verantwortungsvollen Menschen zusammensetzen, die nach einem stringentem Plan, nach Anforderung durch den Jagdbevollmächtigten oder dem Landwirt, ihre Aufgaben erfüllen sollen.

Dies wird vornehmlich in der Zeit von Mai bis Juli eines jeden Jahres stattfinden. Später werden sicherlich noch andere Aufgaben dazu kommen, aber jetzt geht es erstmal darum mehrere schlagkräftige Teams aufzubauen. Der Landkreis Goslar ist sehr groß und in der Zeit der Heuernte will jeder Landwirt gutes Wetter ausnutzen. Das wird dann jedes Mal ein Wettlauf um das Leben der Kitze.

 

Die an diesem Projekt beteiligten Organisationen und Mensch treffen sich daher zu einer weiteren Zusammenkunft am

Mittwoch, den 04. April 2018, ab 19 Uhr, im Kreishaus des Landkreises Goslar, Raum: 0102

um das weitere Vorgehen abzusprechen.

Wer an diesem Tage nicht kann, der darf auch gerne sein Interesse telefonisch oder per Mail an die Kreisgruppe Goslar des NABU melden.

Menschen, Organisationen, Unternehmen und Vereine sind herzlichst eingeladen diese Sache zu unterstützen.

Wer, aus welchem Grunde auch immer, nicht persönlich helfen kann oder will, darf auch gerne mit einer Geldspende, auf das unten angegebene Konto, dieses Projekt unterstützen. Wir haben viel zu organisieren und brauchen hierfür leider auch viel Geld.

 

Bitte helfen sie uns, diese gute Sache auf den Weg bringen zu können.

 

Naturschutzbund (NABU) Deutschland

Kreisgruppe Goslar e. V.

- Der Vorstand –

Wolfgang Moldehn

……………………………………………………………………………………………………………

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682   Fax: 05321/469 2492

w.moldehn@nabu-goslar.de

 

 

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 

Spendenkonto: Volksbank Nordharz e.G. IBAN: DE73 2689 0019 1044 6877 00 BIC: GENODEF1VNH Verwendungszweck: „Wildtierrettung“

 

 



Goslarsche Zeitung, 28. März 2018

Helfer für den Amphibienschutz gesucht

 

Wenn die Temperaturen frühlingshaft warm werden, machen sich die Kröten auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie oft stark befahrene Straßen überqueren. Jahr für Jahr werden dabei viele Tiere überfahren. Foto: d

Goslar. Wärmere Temperaturen lösen bei Fröschen, Kröten, Molchen und Unken Frühlingsgefühle aus und locken sie aus ihren Winterquartieren. Während der Laichwanderungen sind Amphibien von den Auswirkungen des ständig wachsenden Straßennetzes betroffen. Der Amphibienschutz an den Straßen wird im Landkreis Goslar von vielen ehrenamtlich Aktiven sichergestellt. An Orten wie im Innerstetal an der L 515 oder an der L 500 durch Liebenburg stehen bereits seit einigen Wochen Krötenschutzzäune. In den Abendstunden tragen die Helfer die Tiere über die Straßen. Außerdem werden Ersatzlaichgewässer angelegt, damit die Tiere nicht mehr die gefährlichen Straßen überqueren müssen.

Lokaler Schwerpunkt

Diese ehrenamtliche Arbeit ist auf zahlreiche Helferinnen und Helfer angewiesen, teilt der Nabu mit. Daher suche man im gesamten Landkreis, aber insbesondere in Bad Harzburg Interessierte, die sich vorstellen können, die Amphibienwanderung unter anderem zwischen Göttingerode und Oker zu unterstützen. Mithelfer können sich melden beim Nabu Goslar unter der Telefonnummer (05321) 4693682 oder sich per Mail an info(at)nabu-goslar.de wenden. Außerdem lädt der Nabu am Dienstag, 3. April, in Langelsheim um 19 Uhr zu einem nächsten Treffen ein. Die Teilnehmer erwartet ein Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Amphibienschutz im Landkreis Goslar“ im Gemeindehaus St. Andreas, Kirchstraße 5, in Langelsheim. „Durch den Bau der Innerstetalsperre und den Neubau der L 515 wurden die Amphibien des Innerstetals von ihrem Laichgewässer abgeschnitten“, sagt Wolfgang Moldehn vom Nabu Goslar und Referent des Vortrags.

Über die Straße helfen

Von Sommer bis Herbst leben die Amphibien in ihren Lebens- und Jagdgründen der Laubwälder östlich der L 515, in denen sie auch überwintern. Im Frühjahr machen sie sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer, der Innersten. Durch den Einsatz von Ehrenamtlichen würden sie vor dem Überfahren bewahrt, indem sie auf die andere Straßenseite gebracht werden.

 

Im Anschluss an den Vortrag werden weitere Informationen zur Arbeit des Nabu im Landkreis Goslar gegeben und mögliche Themen für das laufende Jahr besprochen, denen sich die Gruppe widmen möchte. Im Rahmen der erfolgreichen Gründungstournee „Der Nabu kommt“ soll auch in Langelsheim eine Gruppe gegründet werden. Ein erfolgreicher Aufschlag mit vielen Interessierten wurde im März gemacht und soll nun fortgeführt werden. Interessierte, die die Arbeit der neuen Gruppe unterstützen möchten, aber auch allgemein Naturinteressierte sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. red



Mitgliederversammlung der NABU Kreisgruppe Goslar

 

Donnerstag, 22. März 2018 um 19 Uhr

 

in der Kreisgruppengeschäftsstelle Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan


Liebe Amphibienfreundinnen und -freunde leider müssen wir wegen der schlechten Witterungsverhältnisse die geplante Amphibienwanderung

 

am Sonntag, 25. März 2018

 

absagen. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, der Ihnen noch bekannt gegeben wird.


NABU baut Schwalbenturm in Ohlhof

 

Im Goslarer Stadtteil Ohlhof haben die Mehlschwalben Wohnungnot. Die kunstvoll aus Lehm und Erde erstellten Schwalbenester werden leider von Hausbesitzern entfernt oder werden durch Umwelteinflüsse abgängig und unbrauchbar. Die NABU Kreisgruppe Goslar wird an der Ohlhofbreite auf einem Privatgrundstück einen sog. „Schwalbenturm“ errichten, an dem Kunstnester angebracht sind. Ausserdem wird an dem ca. 4 m hohen Turm genügend Platz bleiben, damit die Schwalben weiterhin eigene Nester bauen können. Das dafür benötigte natürliche Baumaterial, welches von den Vögeln nur noch schwer zu finden ist, wird ebenfalls vom NABU in Reichweite des Turmes angeboten.

 

Der Turm wird von einem hiesigen Tischlerbetrieb erstellt und unweit eines öffentlichen Gehweges aufgestellt. Die Ohlhöfer Bewohner können sich so ganz bequem das spannende und emsige Brutgeschehen der Schwalben ansehen. Eine Schautafel mit interessanten Informationen zu den Schwalben und deren Schutz wird das Vorhaben abrunden. Der NABU wird im weiteren Verlauf des Jahres Führungen zu dem Schwalbenturm anbieten.

 

Der NABU nimmt gerne noch Spenden für dieses Bauvorhaben entgegen, entweder zu den  Öffnungszeiten des NABU-Büros in der Petersilienstrasse 23 oder durch eine Überweisung auf das Konto des NABU Goslar: Volksbank Nordharz e. G., IBAN: DE73268900191044687700 , BIC: GENODEF1VNH, Stichwort „Schwalbenturm“ (Spenden an den NABU Goslar sind steuerlich absetzbar).

 

 

Der Schwalbenturm soll noch vor dem Wiedereintreffen der Schwalben aus ihrem südlichen Winterquartier in Ohlhof aufgestellt werden. „Die Ohlhöfer Stechmücken werden das nicht gerne hören, verfüttern die Schwalben im Laufe einer Brutperiode doch mehrere Tausend Insekten an ihre Jungvögel“, weist die Ohlhöferin und NABU-Mitglied Renate Hanusch auf einen praktischen Zusatznutzen des Turmes hin.


Foto: Star - Vogel des Jahres 2018 / NABU Frank Hecker
Foto: Star - Vogel des Jahres 2018 / NABU Frank Hecker

PRESSEMITTEILUNG |NABU SÜDOST-NIEDERSACHSEN | NR 7/18| 9. MÄRZ 2018

________________________________________________________________

Natur / Vögel

NABU-Treffen mit Vortrag zum Vogel des Jahres

Nächstes Treffen der neu gegründeten Gruppe am 15. März 2018

________________________________________________________________

Bad Harzburg – Am Donnerstag, 15. März 2018, lädt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Bad Harzburg zum monatlichen Treffen. Ab 19 Uhr hält Dipl. – Biologe Walter Wimmer vom NABU einen reich bebilderten Vortrag zum Star – Vogel des Jahres 2018 – im Haus der Natur, Nordhäuser Straße 2 b, in Bad Harzburg.

Dort erfahren Sie allerlei spannende Details zur Lebensweise, aber auch zur Gefährdung des Jahresvogels.

 

„Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die intensive Nutzung unserer Landschaft“, sagt Walter Wimmer. „Eine Million Starenpaare haben wir alleine in Deutschland in nur zwei Jahrzehnten verloren. Jetzt gilt es, den Star durch praktischen Naturschutz und Sicherung des Lebensraums zu unterstützen“, erklärt er weiter.

Obwohl als „Allerweltsvogel“ betitelt, ist der Vogel des Jahres 2018 doch eher der „Star“ unter den Vögeln. Bewundert werden seine Schwarmflüge im Herbst, die als einzigartiges Naturschauspiel gelten. Zum Gesamtpaket dazu kommt sein Talent der Imitation: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann auch Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen.

 

Im Rahmen der sehr erfolgreichen Gründungstournee "Der NABU kommt", konnte im letzten Jahr die neue NABU-Gruppe in Bad Harzburg gegründet werden. Im Anschluss an den Vortrag soll es im monatlichen Treffen auch um die zukünftige Arbeit des NABU in Bad Harzburg gehen und weitere mögliche Themen für 2018, denen sich die Gruppe widmen möchte, besprochen werden. Interessierte, die die Arbeit der neuen NABU-Gruppe unterstützen möchten, aber auch allgemein Naturinteressierte, sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

 

Wer zu künftigen NABU-Veranstaltungen in Bad Harzburg automatisch eingeladen werden möchte, kann sich per E-Mail registrieren lassen unter info@nabu-suedostniedersachsen.de

Bei Fragen können Sie sich an die NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen unter Tel.: 05341-902 77 16 oder den

NABU Goslar unter Tel. 05321-469 36 82 wenden.

 

Hintergrund

Der Bestand des Stars in Deutschland schwankt jährlich zwischen 3 und 4,5 Millionen Paaren, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg im Vorjahr. Trotzdem ist der schillernde Geselle ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang der häufigen Vogelarten, denn sein Bestand nimmt stetig ab. In Niedersachsen hat der Star es in der Roten Liste der Brutvögel auf die Vorwarnliste geschafft.

 

Hinweise an die Redaktionen:

Foto anbei: Freigabe zum einmaligen, kostenfreien Abdruck bei Bezug auf diesen Pressetext und unter Nennung des Bildautors: NABU/ Frank Hecker.

Pressefotos zum Vogel des Jahres unter: www.NABU.de/pressebilder_star

Weitere Infos unter www.Vogel-des-Jahres.de, oder www.LBV.de

 

Für Rückfragen:

Marlies Gräwe, NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Telefon: 05341.902 77 16 oder

Petra Vollmering NABU Kreisgruppe Goslar  Tel. 05321-469 36 82

 

 


PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar e. V.| NR 12/18 | 15. Februar 2018

___________________________________________________________

Natur / Umwelt / Lesung

Harald Helander in Goslar

Der 82 jährige Finne liest in Goslar

________________________________________________________________

Goslar – Am Donnerstag, 8. März 2018 lädt der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisgruppe Goslar e. V. gemeinsam mit der Buchhandlung Tippach zu einer ganz besonderen Veranstaltung, ab 17 Uhr in das Verbändebüro, Petersilienstrasse 23, ein.

Harald Helander, bekannter Natur- und Umweltschützer Finnlands, erzählt spannende Details aus seinem Buch und seinem Leben.

Das im Wittgenstein Verlag erschienene Buch „Das Blockhaus am großen Flussbogen – Wage Dich einzusetzen“ umreißt die Erinnerungen und Lebensgeschichte eines weltweit tätigen Bauleiters und eines wahren Natur – und Umweltschützers aus Finnland. Jetzt, mit 82 Jahren,  kommt er nach Deutschland und macht im Rahmen einer Vortragsreihe auch in Goslar halt um spannende Details aus seinem jahrelangen Einsatz für die Erhaltung der finnischen Natur zu erzählen.

Und dieser Einsatz war vielfältig: ob die Verhinderung eines Riesenstausees in Lappland, die Bewahrung der letzten Urwälder Lapplands oder des Wildnischarakters des Inrisees mit seinen 3200 unbewohnten Inseln – seine Botschaft „Die Natur kann sich nicht selbst schützen. Der Mensch muss die Natur schützen!“ schwingt immer mit.

Abgerundet wird der Vortrag durch eine bunte Auswahl an Fotos – vom Bau des Blockhauses in Lappland bis zu Bildern aus dem Nahen und Fernen Osten, wo er als Bauleiter tätig war. Die Veranstaltung ist kostenlos. Im Anschluss können Sie auch ein signiertes Buchexemplar erwerben.

 

Für Rückfragen

Petra Vollmering

  • Kreisgeschäftsstelle –

 

 

 

 

Fotos: Die Bilder wurden uns vom Wittgenstein Verlag und vom Autor zur Verfügung gestellt und dürfen kostenlos und ohne Angaben verwendet werden.

 


PRESSEMITTEILUNG |NABU SÜDOST-NIEDERSACHSEN | NR 6/18| 7. MÄRZ 2018

________________________________________________________________

Natur / Vögel

Der NABU kommt! Erster Abend in Langelsheim ein großer Erfolg

Fester Treffpunkt vereinbart – weitere Veranstaltungen folgen

________________________________________________________________

Langelsheim – Vor interessiertem Publikum fand der erste Abend des NABU in Langelsheim am Dienstag im Gemeindehaus Sankt Andreas, Kirchstraße 5, statt, der im Rahmen der Gründungstournee "Der NABU kommt" auch in Langelsheim die Gründung einer NABU-Gruppe auf den Weg bringen soll. Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar und Rüdiger Wohlers aus Oldenburg, Leiter der NABU-Gründungstournee, konnten zahlreiche naturschutzinteressierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen, und stellten den bereits 1899 entstandenen, traditionsreichen Naturschutzverband vor – von seinen Wurzeln in der Vogelkunde bis zum modernen Weg des Naturschutzes.

 

Wohlers erläuterte erfreut, dass der NABU mit seinen bundesweit rund 600.000 Mitgliedern und Förderern – einen enormen Aufwind in der Bevölkerung erfahre, "auch, weil wir einen zeitgemäßen Weg gehen: Unsere neuen Gruppen vor Ort können sich dem praktischen und unmittelbaren Naturschutz widmen und sind 'entvereinsmeiert' worden", sagte er schmunzelnd. Zudem würden alle NABU-Gruppen in der Region von Marlies Gräwe in der Regionalgeschäftsstelle in Salzgitter und vom NABU Goslar nach Kräften unterstützt - fachlich wie organisatorisch. "Dadurch wird neues Ehrenamt geschaffen – und Ehrenamt kann sich entfalten!"

 

In einem reich bebilderten Vortrag über heimische Gartenvögel stellte er die Bandbreite der in Gärten und an Siedlungsrändern vorkommenden Vogelarten vor, gab Tipps zum praktischen Vogelschutz und ging auch auf Bedrohungen, wie den Verlust von Lebensräumen, ein. Auch auf den Vogelfang in zahlreichen Mittelmeerländern ging der Naturschützer ein und machte deutlich, dass "Naturschutz nie den internationalen Kontext ausblenden kann, denn wie die Zugvögel und die Wale in den Meeren Grenzen nicht Halt machen, machen dort auch die Probleme nicht Halt. Deshalb ist der NABU in einem weltweiten Verbund aktiv."

 

In der anschließenden Diskussion wurden zahlreiche Ideen und Anregungen aus dem Publikum gesammelt, die auch Themen einer künftigen NABU-Gruppe Langelsheim werden könnten - vom Schwalbenschutz über die naturnahe Gestaltung von Gärten bis hin zu Fledermauswanderungen. Es stellte sich auch bereits ein motivierter Naturfreund, Eberhard Keck, als Ansprechpartner für die NABU-Gruppe in Langelsheim zur Verfügung. Als künftiger fester monatlicher Treffpunkt wurde der jeweils 1. Dienstag des Monats, 19 Uhr bestimmt. Beim nächsten Treffen am 3. April ist ein Vortrag zur naturnahen Gartengestaltung geplant. Nähere Informationen erhalten Sie beim NABU Goslar unter Tel. 05321- 469 36 82 und der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen unter Tel. 05341-902 77 16.

 

Für Rückfragen:

Marlies Gräwe, NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Telefon: 05341.902 77 16

 

-------------------------------------------------------------------------

NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Redaktion: Marlies Gräwe

Telefon: 05341-9027716, E-Mail: Marlies.Graewe@NABU-niedersachsen.de

www.NABU-suedostniedersachsen.de

 

 

 

 


Foto: Blaumeise / NABU Kathy Buescher
Foto: Blaumeise / NABU Kathy Buescher

PRESSEMITTEILUNG |NABU Kreisgruppe Goslar e. V.| NR 12/18| 27. FEBRUAR 2018

________________________________________________________________

Natur / Vögel

NABU-Auftakt in Langelsheim

Erste Veranstaltung am 6. März mit Gartenvogelvortrag und spannenden Infos

________________________________________________________________

Langelsheim – Der NABU lädt alle Interessierte am

Dienstag, 6. März, ab 19 Uhr

in das Gemeindehaus Sankt Andreas, Kirchstraße 5 in Langelsheim

zur Auftaktveranstaltung und Vorbereitung der Gründung einer neuen NABU-Ortsgruppe ein.

Im letzten Jahr wurde im Zuge der Gründungstournee „Der NABU kommt“ in Bad Harzburg eine neue NABU-Ortsgruppe sehr erfolgreich gegründet, an diesen Erfolg möchte der NABU jetzt auch in Langelsheim anknüpfen. NABU-Aktiver und Langelsheimer Wolfgang Moldehn sieht darin ein großes Potential: „In der Stadt Langelsheim gibt es einen unermüdlichen Einsatz vieler Ehrenamtlicher für den Amphibienschutz an der L 515. Auch der Blick auf den starken Mitgliederzuwachs in der Region– zwischen Sankt Andreasberg und Wolfsburg mittlerweile mehr als 13.000 Mitglieder – lässt erahnen: die Menschen setzen sich mit der Natur auseinander und geben der Natur eine Stimme.“

 

Von den in Niedersachsen insgesamt 190 NABU-Gruppen wurden in den letzten Jahren viele neue gegründet, die "modern und entschlackt und ohne überflüssige Vereinsmeierei" arbeiten, wie Rüdiger Wohlers, Leiter der Gründungstournee „Der NABU kommt“ betont, "sie sind keine eingetragenen Vereine, sondern selbstständige Gruppen vor Ort, die in ihrer Arbeit von der hauptamtlichen Mitarbeiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen in Salzgitter und der Kreisgruppe Goslar nach Kräften unterstützt werden", erläutert Wohlers das bundesweit beachtete Erfolgskonzept, das bereits sehr viele neue ehrenamtliche Aktive zum NABU gebracht hat  

Die neue Langelsheimer Ortsgruppe soll sich vor allem den vielen Problemen aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz im Langelsheimer Umfeld widmen. Eine, aus der Vergangenheit schon extrem belastete Region wird in letzter Zeit wieder rücksichtslos  gefordert. Hier soll den Einwohnern auch die Möglichkeit gegeben werden ihre Sorgen und Ängste zu artikulieren und durch den deutschlandweit stärksten Natur- und Umweltverband vortragen zu lassen.

 

In einem reich bebilderten Vortrag zu „Heimische Gartenvögel – was kann ich für sie tun?“ thematisiert Rüdiger Wohlers sowohl die Lebensweise unserer gefiederten Freunde als auch die Möglichkeiten, wie diese im Garten durch das Anbringen von Nistkästen oder das Anbieten von Futterstellen in der kalten Jahreszeit unterstützt werden können. Wohlers wird aber auch auf Veränderungen und Bedrohungen in unserer Landschaft und den Klimawandel, sowie die Gründungsgeschichte des bereits 1899 gegründeten NABU und seine aktuelle Arbeit eingehen.

 

Abgerundet wird der Abend durch das Vorstellen der erfolgreichen und sehr facettenreichen NABU-Arbeit in Südostniedersachsen und insbesondere im Landkreis Goslar und einer Sammlung von örtlichen, für Langelsheim interessanten Naturschutzthemen. Darüber hinaus werden Termine für weitere NABU-Veranstaltungen in Langelsheim bekannt gegeben. "Ich glaube, dass wir die nächste NABU-Gruppe hier in Langelsheim bald schon gründen werden", gibt sich Wohlers zuversichtlich. Wer zu künftigen NABU-Veranstaltungen in Langelsheim automatisch eingeladen werden möchte, kann sich per E-Mail registrieren lassen unter info@nabu-goslar.de oder info@nabu-suedostniedersachsen.de

 

Bei Fragen können Sie sich vertrauensvoll an die NABU Kreisgruppe Goslar.

 

Hinweise an die Redaktionen:

Abbildung anbei zur freien Verwendung bei Bezug auf diesen Pressetext unter Angabe des Bildautors:

 

Für Rückfragen:

Petra Vollmering, NABU Kreisgruppe Goslar e. V., Kreisgruppengeschäftsstelle; Telefon 05321 4693682

 

NABU Kreisgruppe Goslar e.V.

Petersilienstraße 23 / Ecke Freudenplan

38640 Goslar

Telefon: 05321/469 3682 Fax: 05321/469 2492; info@nabu-goslar.de

w.moldehn@nabu-goslar.de ; Mobil: 0170 / 3803985

 

Der NABU ist ein Mitgliederverband. Machen Sie uns stark - werden Sie heute noch NABU-Mitglied.

Schreiben Sie uns unter info@nabu-goslar.de oder besuchen Sie unsere Internetseite mit Hinweisen zu unseren Veranstaltungen : www.nabu-goslar.de

 

 


       A c h t u n g !

 

Heute ab 18 Uhr im Landkreis Goslar

Kreishaus, Foyer

Ausstellungseröffnung  „Amphibiensammler im Landkreis Goslar“.

Mit der Gruppe „Immergrün“.

 

 

Die Ausstellung ist bis 23. März 2018 geöffnet.


Foto: NABU / Sophia-Fatima Freuden
Foto: NABU / Sophia-Fatima Freuden

Einladung zu einer Informationsveranstaltung zum Rebhuhnschutz

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie schon im letzten Jahr auf der Informationsveranstaltung des Landkreises Goslar, sind die Rebhuhnbestände in Europa seit den 1980er Jahren um ca. 94 % gesunken. Auch in Niedersachsen wurden in den letzten Jahrzehnten extreme Bestandseinbrüche verzeichnet.

 

Wir, Naturschützer, Landwirte und Jäger haben seit dem letzten Jahr die noch vorhandenen Bestände im Landkreis Goslar aufgenommen und werden dies im Jahre 2018 weiterführen.

 

Sieben, vielleicht auch acht Rebhuhnketten konnten bei der Aktion im Februar / März 2017 identifiziert werden. Wir wollen in diesem Jahr diese Aktion im Landkreis Goslar breiter aufstellen und bitten daher um Ihre Mithilfe.

 

Die rebhuhngerechte Bewirtschaftung wird nunmehr im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen BS12 „Strukturreiche Blühstreifen“ interessierten Landwirten in ganz Niedersachsen angeboten. Auch im Landkreis Goslar, der noch über vereinzelte Rebhuhn-Vorkommen verfügt, kann durch die Anlage entsprechender Blühstreifen ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von Lebensräumen für das Wild, insbesondere für das stark gefährdete Rebhuhn, geleistet werden.

 

Die NABU Kreisgruppe Goslar lädt Sie in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Goslar, der Landwirtschaftskammer Braunschweig und der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen e.V. zu der gemeinsamen Informationsveranstaltung

 

„Strukturreiche Blühstreifen (BS 12) – eine attraktive Agrarumweltmaßnahme zum Schutz des Rebhuhns“

 

am Donnerstag, den 01.02.2018, um 17 Uhr in den Kreistagssaal in Goslar (Landkreis Goslar, Klubgartenstraße 6, 38640 Goslar) ein.

 

Im Rahmen der Veranstaltung werden Ihnen die Vertreter des Rebhuhnschutzprojektes und der Landwirtschaftskammer die Agrarumweltmaßnahme vorstellen und Fragen zur Antragstellung und Umsetzung beantworten.

 

  1. Begrüßung, Eröffnung der Versammlung (Herr Gums, Landkreis Goslar – Untere Naturschutzbehörde)
  2. Rebhuhnschutz: Telemetriestudie und Umsetzung in der Landschaft (Herr Dr. Gottschalk, Universität Göttingen; Herr Beeke Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen e.V.)
  3. Strukturreiche Blühstreifen: Förderbedingungen und Antragsstellung (Herr Saal, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bewilligungsstelle Braunschweig)

 

Im Anschluss an die Vorträge stehen Ihnen die Referenten für weitergehende Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Das Ende der Veranstaltung wird voraussichtlich gegen 19 Uhr sein.

 

Ich hoffe, dass die Veranstaltung Ihr Interesse trifft und würde mich über Ihre Teilnahme freuen.

 

Um die Veranststaltung besser planen zu können, bitte ich um eine Teilnahmebestätigung ( per Email oder telefonisch) mit Angabe der Teilnehmerzahl bis zum 25.01.2018 an Petra Vollmering ( Tel.: 05321/ 4693682).

 

Freundliche Grüße

 

Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Kreisgruppe Goslar e. V.

- Der Vorstand -

 

 

Mathias Kumitz   Wolfgang Moldehn


Foto: Hummel an Schnittlauch / NABU M. Gräwe
Foto: Hummel an Schnittlauch / NABU M. Gräwe

PRESSEMITTEILUNG |NABU SÜDOST-NIEDERSACHSEN | NR 2/18 | 11. JANUAR 2018

________________________________________________________________

Natur / Vögel

Treffen der neu gegründeten NABU-Gruppe in Bad Harzburg

Thema am 18. Januar ist naturnahe Gartengestaltung

________________________________________________________________

Bad Harzburg – Am Donnerstag, 18. Januar, lädt die neu gegründete NABU-Gruppe in Bad Harzburg zur ersten Veranstaltung im neuen Jahr ein: ab 19 Uhr erwartet die Teilnehmer ein Vortrag mit anschließender Diskussion zur ‚Ökologischen Gartengestaltung torffrei‘ im Haus der Natur, Nordhäuser Straße 2 b in Bad Harzburg. Im Rahmen der sehr erfolgreichen Gründungstournee "Der NABU kommt", konnte im letzten Jahr die neue Ortsgruppe des Naturschutzbundes gegründet werden. Dieser erfolgreiche Aufschlag soll nun fortgeführt werden und verschiedene Themen für 2018 in den Fokus gerückt werden.

 

„Fragen zur naturnahen Gartengestaltung erreichen uns sehr häufig im NABU-Büro und das Thema bietet unzählige Möglichkeiten, verschiedene Tier- und Pflanzenarten im eigenen Wirkungskreis zu unterstützen“, berichtet Wolfgang Moldehn, zweiter Vorsitzender des NABU Goslar. „Jetzt – in der dunklen Jahreszeit – ist der perfekte Zeitpunkt um Pläne zu schmieden, wie aus dem Garten ein Paradies für Hummel, Rotkehlchen und Co. geschaffen werden kann.“ Den NABU freut es daher, dass Dr. Mona Gharib, zusammen mit Prof. Dr. Harm Glashoff vom BUND, das umfassende Thema in einem spannenden und anschaulich bebilderten Vortrag genauer beleuchten. Im ersten Teil geht Prof. Dr. Glashoff auf einen ökologisch sinnvollen Garten für Schmetterlinge, Wildbienen und Vögel, aber ebenso auf die Bedeutung von Trockenmauern und einheimischen Gehölzen im eigenem Garten ein. Anschließend erläutert Dr. Mona Gharib, Projektleiterin des landesweiten Projektes „Terra Preta in Niedersachsen“, die Möglichkeiten für Privatgärtner zum torffreien Gärtnern für den Klimaschutz.

 

Im Anschluss an den Vortrag werden weitere Informationen zur Arbeit des NABU im Landkreis gegeben und weitere mögliche Themen für 2018, denen sich die Gruppe widmen möchte, besprochen werden. Interessierte, die die Arbeit der neuen NABU-Gruppe unterstützen möchten, aber auch allgemein Naturinteressierte, sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

 

Wer zu künftigen NABU-Veranstaltungen in Bad Harzburg automatisch eingeladen werden möchte, kann sich per E-Mail registrieren lassen unter info@nabu-suedostniedersachsen.de

 

Bei Fragen können Sie sich an die NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen unter Tel.: 05341-902 77 16 oder den NABU Goslar unter Tel. 05321-469 36 82 wenden.

 

Hinweise an die Redaktionen:

Ein Foto haben wir Ihnen beigefügt; Freigabe zum einmaligen Abdruck im Zusammenhang mit dieser Meldung bei Nennung des Bildautors: NABU/Marlies Gräwe.

Weitere Pressebilder unter www.NABU.de/pressebilder_garten

 

 

Für Rückfragen:

Marlies Gräwe, NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Telefon: 05341.902 77 16

 

-------------------------------------------------------------------------

NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Redaktion: Marlies Gräwe

Telefon: 05341-9027716, E-Mail: Marlies.Graewe@NABU-niedersachsen.de

 

www.NABU-suedostniedersachsen.de


Foto: NABU / NABU Sprechergremium Bad Harzburg M. Gräwe
Foto: NABU / NABU Sprechergremium Bad Harzburg M. Gräwe

PRESSEMITTEILUNG |NABU SÜDOST-NIEDERSACHSEN | NR 34/17 | 17. NOVEMBER 2017

________________________________________________________________

Natur / Veranstaltungen

Der NABU kommt! Erster Abend in Bad Harzburg ein großer Erfolg

Fester Treffpunkt vereinbart – weitere Veranstaltungen folgen

________________________________________________________________

Bad Harzburg – Vor interessiertem Publikum fand der erste Abend des NABU in Bad Harzburg am Donnerstag im Haus der Natur, Nordhäuser Straße 2 b, statt, der im Rahmen der Gründungstournee "Der NABU kommt" auch in Bad Harzburg die Gründung einer Ortsgruppe des Naturschutzbundes auf den Weg bringen soll. Mathias Kumitz und Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar und Rüdiger Wohlers aus Oldenburg, Leiter der NABU-Gründungstournee, konnten zahlreiche naturschutzinteressierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen, und stellten den bereits 1899 entstandenen, traditionsreichen Naturschutzverband vor – von seinen Wurzeln in der Vogelkunde bis zum modernen Weg des Naturschutzes.

 

Wohlers erläuterte erfreut, dass der NABU mit seinen bundesweit rund 600.000 Mitgliedern und Förderern – einen enormen Aufwind in der Bevölkerung erfahre, "auch, weil wir einen zeitgemäßen Weg gehen: Unsere neuen Gruppen vor Ort können sich dem praktischen und unmittelbaren Naturschutz widmen und sind 'entvereinsmeiert' worden", sagte er schmunzelnd. Zudem würden alle NABU-Gruppen in der Region von Marlies Gräwe in der Regionalgeschäftsstelle in Salzgitter nach Kräften unterstützt - fachlich wie organisatorisch. "Dadurch wird neues Ehrenamt geschaffen – und Ehrenamt kann sich entfalten!"

 

In einem reich bebilderten Vortrag über heimische Gartenvögel stellte er die Bandbreite der in Gärten und an Siedlungsrändern vorkommenden Vogelarten vor, gab Tipps zum praktischen Vogelschutz und ging auch auf Bedrohungen ein, wie den Verlust von Lebensräumen durch die immer intensivere Landwirtschaft. Auch auf den Vogelfang in zahlreichen Mittelmeerländern ging der Naturschützer ein und machte deutlich, dass "Naturschutz nie den internationalen Kontext ausblenden kann, denn wie die Zugvögel und die Wale in den Meeren Grenzen nicht Halt machen, machen dort auch die Probleme nicht Halt. Deshalb ist der NABU in einem weltweiten Verbund aktiv."

 

In der anschließenden Diskussion wurden zahlreiche Ideen und Anregungen aus dem Publikum gesammelt, die auch Themen einer künftigen NABU-Ortsgruppe Bad Harzburg werden könnten - vom Schwalbenschutz über die Pflege einer Streuobstwiese bis hin zu anderen Aktionen. Es stellten sich auch bereits drei motivierte Naturfreundinnen/ Naturfreunde für das Sprechergremium des neu gegründeten NABU Bad Harzburg zur Verfügung. Als künftiger fester monatlicher Treffpunkt wurde der jeweils 3. Donnerstag des Monats, 19 Uhr bestimmt. Beim nächsten Treffen – nach der Weihnachtspause – am 18. Januar ist ein Vortrag zur naturnahen Gartengestaltung geplant; beim übernächsten Treffen im Februar wird ein Vortrag über den Vogel des Jahres 2018 – den Star – gehalten. Nähere Informationen erhalten Sie beim NABU Goslar unter Tel. 05321- 469 36 82 und der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen unter Tel. 05341-902 77 16.

 

Hinweise an die Redaktionen:

Abbildung anbei zur freien Verwendung bei Bezug auf diesen Pressetext (wenn im Dateinamen ein Bildautor angegeben ist, bitte auf Autorenschaft hinweisen): Das Sprechergremium des NABU Bad Harzburg mit Mathias Kumitz (ganz links), Rüdiger Wohlers (2. v.r.) und Marlies Gräwe.

 

Für Rückfragen:

Marlies Gräwe, NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Telefon: 05341.902 77 16

 

-------------------------------------------------------------------------

NABU Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, Redaktion: Marlies Gräwe

Telefon: 05341-9027716, E-Mail: Marlies.Graewe@NABU-niedersachsen.de

 

www.NABU-suedostniedersachsen.de


Bundesfreiwilligendienst für den Naturschutz beim NABU Goslar- jetzt bewerben!


unser Veranstaltungsprogramm 2018

Das diesjährige  Veranstaltungsprogramm der NABU- Kreisgruppen Goslar,

Salzgitter, Wolfenbüttel, Helmstedt, Meinersen, Wolfsburg, Gifhorn, Peine, des NABU Artenschutzzentrums Leiferde und des Nationalparkhauses St. Andreasberg lädt zu vielen verschiedenen und interessanten Veranstaltungen rund um den Umwelt-

und Naturschutz ein.

 

Etliche Vorträge und Seminare wurden bereits in unserem Büro in

der Petersilienstraße 23 in Goslar abgehalten. 

 

Zum Naturerleben laden auch in diesem Winter noch verschiedene Exkursionen unter fachmännischer Führung ein. 

 

Machen Sie mit!