Pflanzaktion auf der Streuobstwiese in der Grube Fortuna

Streuobstwiese Foto: S.Schiedewitz
Streuobstwiese Foto: S.Schiedewitz

Die NABU Kreisgruppe Goslar e.V. hat am 05. November 2016  eine weitere große Baumpflanzaktion auf der vereinseigenen Streuobstwiese in der Grube Fortuna durchgeführt. Die Vorbereitungen dafür fanden bereits Ende Oktober statt. 

 

Wer uns ehrenamtlich bei der regelmäßigen Pflege unserer Streuobstwiese unterstützen möchte, kann sich unter

info@nabu-goslar.de melden. 

 

 Von den bereits im Jahr 2011 gepflanzten Obstbäumen konnten in diesem Jahr schon leckere Äpfel geerntet werden. Langfristig sind Streuobstwiesenfeste geplant, bei denen sich die Mitglieder und Freunde des NABU alljährlich zusammen finden, um gemeinschaftlich zu ernten und zu mosten. Aus dem Erlös der eigens produzierten Säfte soll wiederum die Biotoppflege finanziell sicher gestellt werden bzw. in weitere Projekte investiert werden. Auch über die Vergabe von Baumpatenschaften wird bereits nachgedacht. So könnten sich auch Naturschutzbegeisterte am Erhalt des Biotopes beteiligen, denen die Zeit fehlt, selbst aktiv mit anzupacken.  


Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen in ganz Mitteleuropa und sind daher besonders schützenswert. Damit diese besondere, von Menschen geschaffene Kulturlandschaft, auch in unserer Region wieder verstärkt auflebt, erhielt die NABU Kreisgruppe Goslar erneut Fördermittel von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung . 


Bereits 2011 wurde auf dem rund 7 Hektar großen Areal des ehemaligen Eisenerzbergwerks unter dem Motto „Landesweit aktiv für den Vogel des Jahres 2011“ mit der Anpflanzung einer Streuobstwiese begonnen. 30 hochstämmige Apfelbäume, vor allem alte Sorten, sowie eine Hecke aus Wildgehölzen sind hier zu finden. Die dazugehörige Pflege der Wiesenbereiche übernehmen Rinder eines ansässigen Bauern.  Nachdem anhand von Bodenuntersuchungen festgestellt wurde, dass im Bereich der Streuobstwiese keine Verunreinigungen vorliegen und das Obst entsprechend verwertet werden kann, wurde nun der Abschnitt der Streuobstwiese bepflanzt. 

 

Mit der Anpflanzung von Apfel-, Kirsch-, Birnen-, Pflaumen und Quittenbäumen wurde der Artenreichtum auf dem Areal erhöht. Streuobstwiesen bieten durch ihre Insektenvielfalt optimale Nahrungsgrundlagen und Lebensraum für viele Vogelarten, wie beispielsweise den Gartenrotschwanz. Somit wird an der Grube Fortuna über die Jahre ein sehens- und schützenswertes Biotop entstehen.

 

 Unter den alten Obstsorten finden sich nun  zum Beispiel hochstämmige Apfelbäume der Sorten Brettacher, Schöner von Boskoop, Schöner von Herrnhut, Goldparmäne, Landsberger Renette, Jakob Fischer, Alkmene, Ingrid Marie, Freiherr von Berlepsch, Moringer Rosenapfel, Gravensteiner, Weisser Klarapfel. Außerdem legten wir eine einreihige Hecke aus Wildgehölzen an (Kornelkirsche, Schlehe, Haselnuss). 

 

Weitere Fotos zur Aktion sind in die Bildergalerie eingestellt.